Sebastian Dullien, Journalist und Professor für Volkswirtschaft an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin spricht von einem geradezu unterirdischem Wirtschaftsjournalismus in Deutschland. Anstatt selber hart zu recherchieren würden sich immer wieder Redaktionen hinter so genannten Experten und Wirtschaftsweisen verstecken. [...] “[Hans Werner] Sinn behauptet ein katastrophales Export-Defizit genau in dem Jahr, in dem Deutschland real Export-Weltmeister war. Trotzdem wird er immer wieder von den Medien hofiert und durch die Talkshows geschleust”, bedauert Dullien.
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Lesetipp: Katastrophaler Wirtschaftsjournalismus
Dienstag, 27. November 2012Lesebeute: Recherchen beim Zoll
Montag, 04. Oktober 2010(Pressemitteilung des DokZentrum, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg)
Keine Atomwaffenzünder für den Iran. Oder: Ein Flughafenzöllner, der entlassen wird – der Fall Stefan R.
Unter diesem Titel wird im DokZentrum ansTageslicht.de der Fall des jungen Zollbeamten Stefan R. wieder aufgerollt, der im November 2002 nachts um 3 Uhr auf dem Flughafen Frankfurt am Main spontan reagiert und das Zollkriminalamt und Bundeskriminalamt alarmiert hatte. Ein sofort aktiviertes Sicherheitskommando konnte vier Stunden später die heiße Ware sicherstellen: 44 “Fast High Voltage Transistor Switches” des Typs “HTS 31-480-SI” – so genannte Dual Use-Güter. Eigentlich für medizinische High-Tech-Zwecke konstruiert, kann man sie auch zu Atomwaffenzündern umfunktionieren. Genau dies sollte im Iran geschehen, dem geplanten Bestimmungsort der 44 Hochfrequenzschalter. So hatten es Ermittlungsbehörden später festgestellt. Der rechtzeitig verhinderte Export: ein klarer Erfolg für die internationale Weltgemeinschaft. Kein Erfolg allerdings für den Jungzöllner: Er wurde entlassen. (weiterlesen…)