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	<title>SpiegelKritik</title>
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	<description>Medienblog für Medienreflexion</description>
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		<title>Deutschland von Afrikanern überrannt</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 19:10:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helgoländer Vorbote</dc:creator>
				<category><![CDATA[kurz kommentiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Gequake um Thilo Sarrazin nimmt ja gar kein Ende mehr. Dabei hat es in den Medien schlicht nichts zu suchen. Zu den großen Promotern von Sarrazin (im Prinzip ohne irgendwas drumrum &#8211; wer könnte schon eine klare These von ihm formulieren?) gehört der Spiegel, der letzte Woche Auszüge aus Sarrazins Buch &#8220;Deutschland schafft sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Gequake um Thilo Sarrazin nimmt ja gar kein Ende mehr. Dabei hat es in den Medien schlicht nichts zu suchen. Zu den großen Promotern von Sarrazin (im Prinzip ohne irgendwas drumrum &#8211; wer könnte schon eine klare These von ihm formulieren?) gehört der Spiegel, der letzte Woche Auszüge aus Sarrazins Buch &#8220;Deutschland schafft sich ab &#8211; Wie wir unser Land aufs Spiel setzen&#8221; brachte.<br />
In der taz rechtfertigte sich Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron unter anderem mit den Worten:</p>
<blockquote><p><span id="more-1019"></span><br />
&#8220;Wenn Thilo Sarrazin irgendein Autor wäre, würde die Sache anders aussehen. Aber ihn zeichnen gleich zwei Dinge aus: Er war Finanzsenator in Berlin und ist immer noch ein prominenter Sozialdemokrat &#8211; und noch viel wichtiger: Sarrazin ist Mitglied des Vorstands einer der ehrwürdigsten Institutionen dieser Republik, der Bundesbank. Er ist daher eine Stimme des öffentlichen Lebens, die sich auf diese Weise in die Debatte einbringt. Das hat uns letztlich bewogen, den Text zu drucken.&#8221; (<a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/ich-habe-lange-mit-mir-gerungen/">taz</a>)</p></blockquote>
<p>Ein Ex-Finanzsenator, Noch-Bundesbank-Vorstand und Noch-SPD-Mitglied als intellektueller Zwang für einen Beitrag zur  &#8220;Integrationsdebatte&#8221;?<br />
Sarrazin qualifiziert so wenig für seine Auswürfe, dass er eigentlich gegen die öffentliche Debatte über ihn bekannte Medienanwälte ins Rennen schicken müsste, die seine Privatsphäre verletzt sehen: &#8220;Es geht die Öffentlichkeit nichts an, was unser Mandant da in sein Notizbüchlein fantasiert hat!&#8221;<br />
Der Bundesbankvorstand Sarrazin ist als Buchautor über Gesellschaftsprobleme Privatier, kann machen, was er will &#8211; darf dabei aber auch keinen Aufmerksamkeits-Bonus bekommen. Für den Rest ist die Bundesbank zuständig.<br />
Was SPD-Mitglieder ohne bedeutsames Amt laut denken, muss auch nur SPD-Mitglieder interessieren, dafür gibt es den Verein schließlich noch. Die große Mehrheit der Bevölkerung hat sich aber bewusst dafür entschieden, mit diesem Geplapper nichts zu tun zu haben. Mögen sich also die Genossen mit Sarrazin beschäftigen &#8211; auch Publizistisch, sie haben ja eine Infrastruktur dafür, kräftig unterstützt vom Steuerzahler &#8211; und dann irgendwann eine SPD-Position zur Wahl stellen.</p>
<p>Es ist geradezu absurd, dass der Spiegel-Chef es für relevant hält, wenn &#8220;eine Stimme des öffentlichen Lebens&#8221; fern ihres Kompetenzbereiches sehr substanzlos daherschwadroniert. Die Wahrheit ist, dass Sarrazin den Medien seit längerem gefällt: er haut Sprüche raus und ist markant telegen (Ex-Moderatorinnen hilft das Blondchen-Schema, Thilo Sarrazin seine schiefe Visage).</p>
<p>Dass es nicht um eine Sachdiskussion geht, macht das Timing deutlich: eine öffentliche Debatte über ein Buch, das noch niemand kennt, von einem Autor, den niemand kennen muss. Deshalb werden wir in zwei Wochen auch nicht einen Gedanken weiter sein. Dafür hat dann aber Sarrazin bis dahin jede Menge Aufmerksamkeitswertes schlicht und ergreifend verdrängt.</p>
<p><strong>Nachtrag Schlaglichter:</strong></p>
<p><a href="http://carta.info/33122/sarrazin-und-die-medien-pure-heuchelei/">Robin Meyer-Lucht</a></p>
<blockquote><p>Sarrazin ist aus dem Stoff gemacht, der Auflage bringt: “Bundesbank-Vorstand mit SPD-Vergangenheit schreibt islamfeindliches Buch über das Ende der deutschen Nation.” Außer Sex fehlt dieser Konstellation aus Sicht des Politik-Boulevard-Journalismus: nichts. [...] Diese mangelnde Souveränität des Journalismus mitzuerleben, die nicht das Versagen Einzelner darstellt, sondern letzlich wohl systemisch ist, verstört.</p></blockquote>
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		<title>Pressefreiheit und Polizei</title>
		<link>http://spiegelkritik.de/2010/08/26/pressefreiheit-und-polizei/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 22:41:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo Rieg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Bildjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Polizeireporter]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Haller Tagblatt feiert das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim als klaren Sieg für die Pressefreiheit &#8211; doch man sollte das schriftliche Urteil abwarten. Denn die vom Gericht vorgeschlagene Alternative zum Presseverbot ist Pressezensur. Einem Mitarbeiter der Lokalredaktion des Haller Tagblatts war im März 2007 von der Polizei verboten worden, einen SEK-Einsatz in der Innenstadt von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/ueberregional/baden-wuerttemberg_artikel,-Haller-Tagblatt-gewinnt-Rechtsstreit-_arid,109634.html">Haller Tagblatt </a>feiert das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim als klaren Sieg für die Pressefreiheit &#8211; doch man sollte das schriftliche Urteil abwarten. Denn die vom Gericht vorgeschlagene Alternative zum Presseverbot ist Pressezensur.</p>
<p>Einem Mitarbeiter der Lokalredaktion des Haller Tagblatts war im März 2007 von der Polizei verboten worden, einen SEK-Einsatz in der Innenstadt von Schwäbisch Hall zu fotografieren  (siehe: <a href="http://journalistenbuero.com/archiv/Presse-und-Polizei_Medienrecht-Timo-Rieg.pdf">Presse und Polizei</a>).</p>
<p>Der VGH Mannheim sah in dem absoluten Fotografiergebot nun einen unverhältnismäßig schweren Eingriff in das Grundrecht der Pressefreiheit &#8211; und zeigt einen seiner Ansicht nach maßvolleren Weg auf, der uns staunen lässt. In einer <a href="http://vghmannheim.de/servlet/PB/menu/1258356/index.html?ROOT=1153033">Pressemitteilung des Gerichts</a> heißt es:</p>
<blockquote><p>&#8220;Der Gefahr, dass die Identität der SEK-Beamten durch einen kriminellen Zugriff &#8211; etwa durch Angehörige der sog. russischen Mafia &#8211; auf die gefertigten Bildauf-nahmen aufgedeckt wird und dadurch Leben und Gesundheit der SEK-Beamten und ihrer Familienangehörigen sowie die Einsatzfähigkeit des SEK bedroht sein können, kann im Regelfall &#8211; ohne dass es eines Fotografierverbots bedarf &#8211; dadurch wirksam begegnet werden, dass der Pressevertreter um die vorübergehende Herausgabe des Speichermediums bis zu einer gemeinsamen Sichtung der gefertigten Aufnahmen durch Presseunternehmen und Polizei aufgefordert wird. Eine solche Vorgehensweise wäre auch hier möglich gewesen. Zeigt sich der Pressevertreter insoweit nicht kooperationsbereit und verweigert die Herausgabe, kommt eine vorübergehende Beschlagnahme des Speichermediums in Betracht. Die Beschlagnahme ist in diesem Fall gegenüber einem Fotografierverbot mit Blick auf die Pressefreiheit das mildere Mittel, weil sie eine Recherche und im Ergebnis eine Bildberichterstattung ermöglicht. Die Polizei wäre im Falle einer Beschlagnahme verpflichtet, zeitnah in Kooperation mit dem Presseunternehmen über die Speicherung, Bearbeitung, Veröffentlichung und ggf. Löschung der gefertigten Aufnahmen zu entscheiden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die Beschlagnahme von journalistischem Fotomaterial aus Sorge um eine Verletzung des &#8220;Rechts am eigenen Bild&#8221; ist nicht etwa die Ultima Ratio, sondern selbst nach Auffassung von juristischen Polizeiausbildern grundsätzlich unzulässig.  Warum?</p>
<p>1. Das Recht am eigenen Bild bezieht sich nur auf Veröffentlichungen, nicht auf die Entstehung eines Fotos. Andernfalls wäre das Fotografieren im öffentlichen Raum praktisch gar nicht mehr möglich.</p>
<p>2. Aus dem, was Journalisten fotografieren, lässt sich weder vom Presselaien (Polizei) noch von einem versierten Kollegen prognostizieren, was später wie veröffentlicht wird. Zunächst sind Fotos schlicht Recherchematerial. Und das unterliegt dem Schutz der Pressefreiheit.</p>
<p>3. Die Polizei trifft damit eine Entscheidung, die nur den Gerichten zusteht &#8211; nach entsprechender Aufklärung des Sachverhalts.</p>
<p>4. Die Veröffentlichung von Fotos kann eine Persönlichkeitsrechtsverletzung darstellen. Aber selbst wenn dem so ist, kann sie bei der gerichtlichen Abwägung der konkurrierenden Grundrechte hinter der Pressefreiheit zurückstehen und muss dann hingenommen werden.</p>
<p>5. Bei der Gefahrenabwehr im Zivilrecht wird die Polizei nur auf Antrag des Betroffenen tätig. Wenn die Presse bei Polizeieinsätzen zugegen ist, ist der Betroffene die Polizei selbst. Der Polizist, der eine Kamera beschlagnahmt, weil er befürchtet, die darin von ihm vorhandenen Bilder könnten in gesetzeswidriger Weise veröffentlicht werden, wird also für sich selbst tätig. Dass Betroffene hierbei halbwegs objektiv bleiben, ist kaum vorstellbar.</p>
<p>Die vom VGH vorgeschlagene Prozedur, nach der die Presse zunächst ungehindert fotografieren darf und danach verpflichtet werden kann, die Bilder von der Polizei sichten und quasi freigeben zu lassen, klingt grotesk. Zwar kommt genau dies in Einzelfällen vor &#8211; es ist aber mitnichten besser als ein absolutes Fotografierverbot. Denn wenn die Polizei selbst entscheidet, welche Bilder von ihren Aktivitäten veröffentlicht werden dürfen, manipuliert sie die Berichterstattung (siehe:<a href="http://spiegelkritik.de/2009/03/27/bilder-nach-art-des-hauses/"> Bilder nach Art des Hauses</a>). Dann kann auch gleich die Polizeipressestelle ihr genehme Selbstinszenierungsfotos herausgeben.<br />
Aber gut, warten wir mal die Urteilsbegründung ab.</p>
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		<title>Jahrbuch 2010 Qualität der Medien in der Schweiz</title>
		<link>http://spiegelkritik.de/2010/08/16/jahrbuch-2010-qualitat-der-medien-in-der-schweiz/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 18:41:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Qualitätsdebatte]]></category>

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		<description><![CDATA[Qualitätsverlust der Medien belastet die Demokratie (Pressemitteilung der &#8220;fög &#8211; Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft / Universität Zürich&#8221;) Die schweizerischen Medien befinden sich mitten in einem fundamentalen Transfor-mationsprozess: Die Verschiebung der Mediennutzung zu einer Gratiskultur Online und Offline fördert zusammen mit der massiv verschlechterten finanziellen Situation eine Qualitätserosion in der grossen Tradition der schweizerischen Publizistik. Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Qualitätsverlust der Medien belastet die Demokratie</strong></p>
<p><em>(Pressemitteilung der &#8220;fög &#8211; Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft / Universität Zürich&#8221;)</em></p>
<p>Die schweizerischen Medien befinden sich mitten in einem fundamentalen Transfor-mationsprozess: Die Verschiebung der Mediennutzung zu einer Gratiskultur Online und Offline fördert zusammen mit der massiv verschlechterten finanziellen Situation eine Qualitätserosion in der grossen Tradition der schweizerischen Publizistik. Ein Wandel, der auch auf die Qualität demokratischer Auseinandersetzungen durch-schlägt. Dies zeigt das erste Jahrbuch ‚Qualität der Medien – Schweiz Suisse Svizze-ra‘, das am 13.8.2010 in Bern der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.</p>
<p><span id="more-1008"></span><br />
Das vom fög &#8211; Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft / Universität Zürich erst-mals herausgegebene Jahrbuch 2010 ‚Qualität der Medien &#8211; Schweiz Suisse Svizzera‘ kommt zu einem insgesamt ernüchternden Befund:<br />
Im einstigen ‚Presseland Schweiz‘ verlieren die in publizistischer Hinsicht zentralen Abon-nementszeitungen bezüglich Auflagen, Nutzung und Einnahmen deutlich an Terrain und die redaktionellen Ressourcen schwinden. Gleichzeitig hat die Gratiskultur mit den Onlineme-dien und den Pendlerzeitungen auf Seiten der Konsumenten das Kostenbewusstsein für professionellen Journalismus zerstört. Dies unterminiert die Qualität der Informationsmedien, befördert den Konzentrationsprozess, schwächt das Berufsprestige und erhöht die Unzufrie-denheit unter den Journalisten. Ausserdem ergeben sich durch das Qualitätsgefälle zwi-schen schwindenden Bezahl- und wachsenden Gratismedien unterschiedliche Aufmerksam-keitslandschaften für die entsprechenden Publikumsgruppen. Durch diese Entwicklungen wird der wichtigste Service Public in der Demokratie geschwächt: Denn die Qualität der de-mokratischen Auseinandersetzung ist von den Vermittlungsleistungen der Informationsme-dien abhängig.</p>
<p><strong>Qualitätsschwache Medien im Vormarsch</strong><br />
Die publizistische Versorgung durch qualitätsschwache Gratismedien Online wie Offline hat in der Schweiz markant zugenommen, während die Kaufpresse in einer grundsätzlichen Fi-nanzierungskrise steckt. Die Nutzung von Gratiszeitungen und Onlinemedien wird im Ver-gleich zur Abonnementspresse, sowie dem öffentlichem Radio und Fernsehen weiter zu-nehmen, da vor allem jüngere Altersgruppen zwischen 15 und 34 in einer Gratiskultur sozia-lisiert wurden, in der das Episodische und der Human Interest ein ungleich höheres Gewicht hat. Dies gilt gerade auch für die Online-Newssites, die von der Reputation der Medientitel leben, aber nicht über genügende Ressourcen verfügen, um journalistischen Qualitätsanfor-derungen zu genügen.<br />
<strong>Minarettinitiative: Form statt Inhalt</strong><br />
Dass der Qualitätsverlust der Medien in der Schweiz negative Folgen für die Qualität demo-kratischer Diskurse zeitigt, wurde unter anderem in der Vertiefungsstudie zur Minarettinitiati-ve deutlich. Auffallend ist die Ungleichvertretung zwischen den das Verbot befürwortenden Parteien (drei Viertel der Parteienresonanz) und den ablehnenden Parteien (ein Viertel der<br />
Parteienresonanz). Damit kehren sich in der Medienberichterstattung die Mehrheitsverhält-nisse im Parlament exakt um. PR-Aktionen wie das Minarettplakat oder das Minarettspiel erreichen intensive mediale Beachtung. Entsprechend ist die Diskussion stark durch eine Fokussierung auf Formfragen (Stil, Tabubrüche) anstatt auf Inhalte charakterisiert.<br />
Wachsende Binnenorientierung auf Kosten der Auslandberichterstattung<br />
Ausgerechnet im Zeitalter der Globalisierung und zum Zeitpunkt der globalen Wirtschaftskri-se schwindet die Weltbeobachtung zugunsten einer Bedeutungsaufwertung des Nationalen und vor allem des Regionalen. Die Binnenorientierung der schweizerischen Medien auf Kos-ten der Auslandsberichterstattung hat im Zeitverlauf bemerkenswert zugenommen. Die öf-fentlichen Rundfunkprogramme, vor allem das Radio, sowie die überregionalen Abonne-mentszeitungen tragen noch am meisten zu einer relevanten Auslandsberichterstattung bei. Allerdings ist auch hier die in der schweizerischen Publizistik traditionsreiche intensive Beo-bachtung des Weltgeschehens aus drei Sprachräumen heraus deutlich kleiner geworden.<br />
Die neuen Medien – Gratiszeitungen und die Newssites –, jedoch auch die Privatradios und viele Abonnementszeitungen reduzieren die Welt auf Agenturmeldungen. Nutzergruppen, die diese Medien konsumieren, nehmen eine Welt jenseits der Schweiz zur Kenntnis, die nur noch aus einer Abfolge von Krisen, Kriegen, Katastrophen und Affären besteht. Bei der regi-onalen Orientierung im privaten Rundfunk und auch bei der regionalen Abonnementspresse ist darüber hinaus eine journalistische Orientierung festzustellen, die dem Human Interest und dem Sport im Vergleich überdimensionale Bedeutung verleiht.<br />
<strong>Finanzkrise: Versagen der seismographischen Funktion</strong><br />
Die seismografische Funktion, frühzeitig vor der Finanzmarktkrise zu warnen, wurde von der Wirtschaftsberichterstattung nicht erfüllt. Die Krise wurde erst sehr spät, d.h. seit der zweiten Hälfte 2007 erkannt. Erst dann fand eine intensive Inflation der Krisenthematisierung statt, die jedoch nach den ersten positiven Quartalsabschlüssen im Finanzsektor einer noch ra-scheren Deflation der Berichterstattung weicht, obwohl grundlegende Probleme nicht gelöst sind. Schuld daran ist nicht zuletzt der Wechsel von einer an gesamtgesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Belangen interessierten Wirtschaftsberichterstattung zu einer Fokussie-rung von einzelnen Unternehmen, ihrer Performance und ihrem Führungspersonal seit den 1990er Jahren. Der Wirtschaftsjournalismus hat sich auf Quartalsabschlüsse geeicht und übergreifende Entwicklungen aus dem Blick verloren.</p>
<p><strong>Untersuchungsanlage: Publizistische Versorgung und inhaltliche Qualitätsvalidierung</strong><br />
Diese Untersuchung der Qualität der Medien vollzieht sich auf zwei Ebenen. Erstens wird die publizistische Versorgung, d.h. die Nutzung, die Abdeckung, die Einnahmen und die Besitz-verhältnisse der Informationsmedien in der Schweiz, untersucht. Im Jahre 2009 handelte es sich hierbei um 137 Medientitel. Zweitens werden die bedeutendsten Titel aller Mediengat-tungen (Presse, Radio, Fernsehen, Online) einer inhaltlichen Qualitätsvalidierung unterzo-gen. Dies betrifft ein Teilsample der 46 bedeutendsten Medientitel der Mediengattungen Presse, Radio, Fernsehen und Online in den drei grossen Sprachregionen der Schweiz.</p>
<p>Im Web: <a href="http://jahrbuch.foeg.uzh.ch/Broschren/Broschueren/Deutsch.pdf">Hauptbefunde </a>(pdf) und <a href="http://www.schwabe.ch/schwabe-verlag/buecher/detailansicht/67a0a28620/?tt_products[backPID]=228&amp;tt_products[sword]=jahrbuch&amp;tt_products[product]=4362">Bestellmöglichkeit</a></p>
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		<title>Süddeutsche bläst Fliegenschiss groß auf</title>
		<link>http://spiegelkritik.de/2010/08/11/suddeutsche-blast-fliegenschiss-gros-auf/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 21:18:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helgoländer Vorbote</dc:creator>
				<category><![CDATA[kurz kommentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtenfaktoren]]></category>
		<category><![CDATA[Relevanz]]></category>
		<category><![CDATA[Süddeutsche Zeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestolpert sind wir über den &#8220;TV-Pfarrer&#8221;. Oh Gott. Der Begriff wird ja nur für den einen verwendet, und es ist jedesmal ärgerlich. Denn Jürgen Fliege ist kein &#8220;Fernsehpfarrer&#8221;, sondern Unternehmer, Publizist, Moderator &#8211; was auch immer (sonst wäre Stefan Raab wohl Fernsehmetzger und Merkel Pysikpolitikerin). Aber es klingt halt so lustig und ist auch so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestolpert sind wir über den <strong>&#8220;TV-Pfarrer&#8221;</strong>. Oh Gott. Der Begriff wird ja nur für <em>den einen </em>verwendet, und es ist jedesmal ärgerlich. Denn Jürgen Fliege ist kein &#8220;Fernsehpfarrer&#8221;, sondern Unternehmer, Publizist, Moderator &#8211; was auch immer (sonst wäre Stefan Raab wohl Fernsehmetzger und Merkel Pysikpolitikerin). Aber es klingt halt so lustig und ist auch so gemeint, ohne dass jemals irgendein Nährwert damit verbunden wäre.</p>
<p>Und diesmal geht es um etwas, das wirklich niemanden interessieren muss: Fliege hat Ärger mit einem gekauften Grundstück. Soll vorkommen. Tausendfach täglich. <a href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/vermischtes/tv-pfarrer-fliege-zieht-vor-gericht-das-fehlende-stueck-zum-glueck-1.986733">Sueddeutsche.de</a> tritt den einen Fall breit:</p>
<blockquote><p>Den Verkäufer hat er verklagt und den Kaufvertrag wegen arglistiger Täuschung angefochten: Das Areal ist nämlich um eine Winzigkeit zu klein, um bebaut werden zu dürfen.</p></blockquote>
<p>Die Geschichte ist, wenn auch ein wenig süffisant aufgemacht und dabei natürlich abzielend auf Häme, Bedauern, Empörung &#8211; ganz nach Gusto -, nichts für eine journalistische Berichterstattung. Sie ist dämlicher Klatsch.</p>
<p>Wir treten hier bei Spiegelkritik ja immer wieder für die Pressefreiheit ein, die auch gerade nicht von Privatzensur angetastet werden darf. Und für juristische Gegenwehr darf der Artikel auch keine Grundlage bieten. Nur: je mehr solcher Blödsinnstexte erscheinen, um so schwerer wird es zu behaupten, die Medien könnten schon alleine entscheiden, was relevant ist und was nicht. Dabei ist genau das ihr presserechtliches Kapital.</p>
<p>Sueddeutsche.de hat es mal wieder in die Gülle gekickt. Ginge es um Probleme beim Grundstückskauf allgemein und dann um ein prominentes Beispiel, damit sich die vielen anderen nicht so alleine fühlen &#8211; okay. Aber so? Ein Fernsehgesicht kauft ein Grundstück und ist damit unzufrieden. Sorry, Süddeutsche, aber das ist für die Füße.</p>
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		<title>Lesebeute: Spiegel ahnungslos bei Goethe und Jugendgewalt</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 11:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helgoländer Vorbote</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiegel]]></category>

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		<description><![CDATA[* Wegen der (angekündigten) Betriebsferien erst heute ein Verweis auf die Korinthen-Kritik: Der Umblätterer befürchtete, im Spiegel dieser Woche einen Korrekturkasten zu vermissen, dessen Inhalt er gratis feilbot. Und so ist&#8217;s gekommen.  Daher hier das Korrekturangebot: &#8220;Die ALDI-Europakarte auf S. 67 (im SPIEGEL 31/2010) stimmt nicht ganz, ALDI-Suisse ist Expansionsgebiet von ALDI-Süd, nicht -Nord. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>*</strong> Wegen der (angekündigten) Betriebsferien erst heute ein Verweis auf die Korinthen-Kritik: <a href="http://www.umblaetterer.de/2010/08/04/aldi/">Der Umblätterer</a> befürchtete, im Spiegel dieser Woche einen Korrekturkasten zu vermissen, dessen Inhalt er gratis feilbot. Und so ist&#8217;s gekommen.  Daher hier das <a href="http://www.umblaetterer.de/2010/08/04/aldi/">Korrekturangebot</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die ALDI-Europakarte auf S. 67 (im SPIEGEL 31/2010) stimmt nicht ganz, ALDI-Suisse ist Expansionsgebiet von <a href="http://www.aldi-suisse.ch/ch/html/company/3077_DEU_HTML.htm">ALDI-Süd</a>, nicht -Nord. Und weil wir grad dabei sind, noch eine Korinthe zur Titelgeschichte der vorvorletzten Ausgabe (Nr. 29, S. 61): »Über allen Gipfeln ist Ruh …« a.k.a. »<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wandrers_Nachtlied#Ein_Gleiches">Ein Gleiches</a>« ist nicht wirklich ein »Altersgedicht Goethes«, wie <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-71892495.html">Susanne Beyer schreibt</a>, der Dichter war da 31 Jahre und hatte noch 51 weitere zu leben, also na ja.&#8221; (Verlinkungen von Spiegelkritik)</p></blockquote>
<p><strong>*</strong> Denkmalbauer Stefan Niggemeier:</p>
<blockquote><p>&#8220;Bei „Spiegel Online” wird sie noch gepflegt, die alte journalistische Untugend des Überschriften-Stabreims. Mit diesem Eintrag möchte ich dem unbekannten Alliteraten in der Redaktion ein Denkmal setzen.&#8221; &#8211;&gt; <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/spoekes-spaesschen-spiegel-online/">Zur Alliterations-Kritik</a>.</p></blockquote>
<p>* Jugendfreizeiten werde es in der bisherigen Form künftig nicht mehr geben, trötete der SPIEGEL in Ausgabe 30/2010 in einem langen Text über die jugendlichen Gewalttaten auf Ameland. Dumm und dünn <a href="http://www.timo-rieg.de/2010/07/jugendfreizeiten-brauchen-keine-starkere-reglementierung/">findet Timo Rieg diesen Beitrag </a>offenbar, ohne seiner Kritik diese wunderschöne Alliteration verliehen zu haben.</p>
<blockquote><p>Was ist gewonnen, wenn künftig die jährlich “über 50.000 Ferienreisen für Kinder und Jugendliche mit weit über 1,5 Millionen Teilnehmern” nicht mehr möglich sein sollten, weil “die verschärften Vorgaben [...] die meisten Anbieter überordern [dürften]“? Berichte über Osnabrücker Ghetto-Kids, die nicht nach Ameland reisen dürfen, könnte der Spiegel auch diesen Sommer schon schreiben. Allein auf dem Silbertablett staatsanwaltschafltlicher Ermittlungen dürfte sich da auch für Osnabrücker Zeitvertreib Jugendlicher einiges finden lassen.</p></blockquote>
<p><strong>* </strong>Albrecht Müller findet  Spiegel online &#8220;immer unerträglicher&#8221;.  Weil in einem Artikel Ausländer als Arbeitnehmer gefordert werden und in einem anderen ein wirtschaftsboom herbeigeschrieben wird. <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=6371">So ungefähr</a>.</p>
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		<item>
		<title>Stilblüte: Ins Krankenhaus gestoßen</title>
		<link>http://spiegelkritik.de/2010/07/27/stilblute-ins-krankenhaus-gestosen/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 17:33:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Handwerk]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus der Gießener Allgemeinen vom 27. Juli 2010]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://spiegelkritik.de/wp-content/uploads/2010/07/sprache-01.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-995" title="sprache-01" src="http://spiegelkritik.de/wp-content/uploads/2010/07/sprache-01.jpg" alt="Die Und-Verknüpfung" width="470" height="105" /></a></p>
<p><em>Aus der Gießener Allgemeinen vom 27. Juli 2010</em></p>
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		<title>Korrekturverhalten (1): FTD</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 07:10:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Handwerk]]></category>

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		<description><![CDATA[Was Print- und vor allem Online-Medien an ihrer eigenen Berichterstattung und Kommentierung korrigieren, wo von anderen auf Fehler hingewiesen wird, und wie transparent sie diese ggf. vorgenommenen Korrekturen machen war in den letzten Jahren immer wieder Thema bei Spiegelkritik.  Besonders negativ fallen unterbliebene Korretkuren oder fehlende Hinweise auf relevante Diskussionen natürlich bei den Internet-Medien auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was Print- und vor allem Online-Medien an ihrer eigenen Berichterstattung und Kommentierung korrigieren, wo von anderen auf Fehler hingewiesen wird, und wie transparent sie diese ggf. vorgenommenen Korrekturen machen war in den letzten Jahren immer wieder Thema bei Spiegelkritik.  Besonders negativ fallen unterbliebene Korretkuren oder fehlende Hinweise auf relevante Diskussionen natürlich bei den Internet-Medien auf &#8211; denn solche Artikel werden oft noch nach langer Zeit über Suchmaschinien gefunden und für mehr oder weniger bare Münze genommen.</p>
<p>Es sind meist keine spektakulären Fehler oder handwerklichen Mängel &#8211; ansonsten werden sie meist hinreichend von den Alpha-Blogs aufgegriffen -  aber sie eignen sich doch für die Frage, wie es um die Selbstkritik der Medien bestellt ist. Schließlich wird Medienkritik und vor allem Medienselbstkritik immer wieder als ein Garant für Qualität im Journalismus beschworen.</p>
<p>Wir wollen daher eine Zeit lang Fallbeispiele aufzeigen &#8211; mit der üblichen Einschränkung, dass hier alles nur nach Lust und Laune und ausschließlich bei günstigem Freizeit-Aszendenten geschieht, und mit der speziellen Einschränkung, dass wir ab Donnerstag zwei Wochen Betriebsferien machen.</p>
<p>Heute also &#8211; und der langen Vorrede wegen zum selber Basteln: die Financial Times Deutschland (FTD).  Sie <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:naturschutz-vs-erneuerbare-energie-windparks-bricht-fundament-weg/50143956.html">schrieb am 14. Juli </a>unter der Headline &#8220;Windparks bricht Fundament weg&#8221; über das Bundesamt für Naturschutz (BfN) als Wirtschaftsverhinderer, da es Offshore-Windparks wegen Bedenken bei deren Sockel-Konstruktion nicht genehmige.</p>
<p>Das <a href="http://www.bfn.de/0401_pm.html?&amp;cHash=fb106335da&amp;tx_ttnews[backPid">BfN widersprach</a> zentralen Behauptungen des FTD-Artikels am folgenden Tag in einer Pressemitteilung. So sei das Amt gar nicht für Genehmigungen zuständig. Die PM endet mit der faktischen Gegendarstellung: &#8220;Einem zügigen Bau der zum Teil seit Jahren genehmigten Windparks mit über 1.800 Anlagen steht aus Sicht des BfN nichts entgegen.&#8221;</p>
<p>Die FTD hat die entsprechende Replik in ihrem ursprünglichen Artikel bisher nicht aufgegriffen, eine Anfrage von Spiegelkritik vom Montagvormittag ist bisher unbeantwortet geblieben.</p>
<p><strong><em>Update 27. Juli 16 Uhr:</em></strong> Guido Warlimont, Ressortleiter Unternehmen der FDT, hat sich nun gemeldet und teilt mit: &#8220;Da unser Autor das BfN schon, wie es sich gehört, im Zuge der Recherche um eine Stellungnahme gebeten und diese in den Text eingearbeitet hatte, sahen wir keinen Anlass, den Text noch um die erweiterte Stellungnahme des BfN zu ergänzen. Nach Erkenntnissen unseres Autors blockiert das BfN derzeit mit seinen Stellungnahmen im Genehmigungsverfahren de facto weitere Genehmigungen. Insofern bleiben wir bei unserer Darstellung.&#8221;</p>
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		<title>Lesen Journalisten ihre Leser ?</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 21:09:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helgoländer Vorbote</dc:creator>
				<category><![CDATA[Handwerk]]></category>

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		<description><![CDATA[Muss es, lieber Herr Turi, einem leidlich erschöpften Menschen so schwer gemacht werden, einem Computer die Unterscheidung zwischen Computer und Mensch zu ermöglichen, die einen bei Ihnen zwingt, ein ums andere Mal und stets vergeblich einen &#8220;Verifizierungscode&#8221; zu erahnen. Dieses ReCaptcha-Programm, das inzwischen google gehört, ist ein Müllanschlag auf den menschlichen Intellekt. Aber bitte, gut, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Muss es, lieber Herr Turi, einem leidlich erschöpften Menschen so schwer gemacht werden, einem Computer die Unterscheidung zwischen Computer und Mensch zu ermöglichen, die einen bei Ihnen zwingt, ein ums andere Mal und stets vergeblich einen &#8220;Verifizierungscode&#8221; zu erahnen. Dieses <a href="http://www.google.com/recaptcha">ReCaptcha</a>-Programm, das inzwischen google gehört, ist ein Müllanschlag auf den menschlichen Intellekt.</p>
<p>Aber bitte, gut, wir sind gescheitert und wollten Ihnen doch nur zu Ihrem Beitrag<a href="http://bigtrends.blog.de/2010/07/25/love-parade-geraet-debakel-9039747/"> &#8220;Chaos auf Loveparade war absehbar&#8221;</a> mitteilen, dass der von Ihnen zitierte Leser-Kommentar auf DerWesten nicht erst zwei Tage vor dem Unglück, sondern &#8211; unter einem anderen Artikel &#8211; <a href="http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Duisburger-Loveparade-viel-kleiner-als-geplant-id3067213.html#1037284 ">bereits am 7. Juni </a>erschienen ist, weshalb der Vorwurf, die Medien insgesamt hätten  Zeit gehabt zu recherchieren, vor allem aber die WAZ-Medien nähmen ihre Leser offenbar gar nicht zur kenntnis, noch viel deutlicher trifft.</p>
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		<title>Vordergründig subtiles Geschwafel</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 19:26:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo Rieg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Handwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[journalistische Darstellungsformen]]></category>
		<category><![CDATA[Konzertkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorlage für eine Feuilleton-Satire gefällig? Sascha Jouini lesen: Pianist David Fray wartete mit sehr weichem, geschmeidigem Anschlag auf und war sehr um ein ausgeglichenes Gesamtbild bemüht. Dabei setzte er indes ziemlich schwach Akzente. Seine Interpretation mutete in ihrer Dezenz unspektakulär, ja sogar etwas glatt an, obwohl ihm das Orchester genug Gelegenheit zu solistischer Entfaltung gab. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorlage für eine Feuilleton-Satire gefällig? Sascha Jouini lesen:</p>
<blockquote><p>Pianist David Fray wartete mit sehr weichem, geschmeidigem Anschlag auf und war sehr um ein ausgeglichenes Gesamtbild bemüht. Dabei setzte er indes ziemlich schwach Akzente. Seine Interpretation mutete in ihrer Dezenz unspektakulär, ja sogar etwas glatt an, obwohl ihm das Orchester genug Gelegenheit zu solistischer Entfaltung gab. In der Romanze behielt Fray diese vornehm-zurückhaltende Linie bei, spielte vordergründig subtil, in Wirklichkeit aber dynamisch und auch in emotionaler Hinsicht eher flach; der leidenschaftliche Ausbruch im Mittelteil ließe sich viel spannender vorstellen. Beim Rondo-Finale ergab sich ein ähnlicher Eindruck wie im Kopfsatz: Das Orchester begann mit viel Energie, um sogleich vom Pianisten auf streng gezügelte Bahnen zurückgeholt zu werden. Bei aller Kultiviertheit &#8211; so intellektuell tiefsinnig, wie es zunächst schien, war Frays Spiel keineswegs. (<a href="http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Kultur/Artikel,-Pianist-David-Fray-bei-Eroeffnung-der-Weilburger-Musikfestspiele-_Pianist-David-Fray-bei-Eroeffnung-der-Weilburger-Musikfestspiele-,_arid,185800_regid,1_puid,1_pageid,14.html">Gießener Allgemeine</a>)</p></blockquote>
<p>Zugabe von Jouini? <a href="http://www.stadttheater-giessen.de/index.php?id=1669">Bitte</a>.</p>
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		<title>Zusammenfassungen, die es nicht braucht</title>
		<link>http://spiegelkritik.de/2010/07/23/zusammenfassungen-die-es-nicht-braucht/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 19:15:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo Rieg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Qualitätsdebatte]]></category>

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		<description><![CDATA[Das besondere Profil von &#8220;evangelisch.de&#8221; muss mir zwar ohnehin nochmal jemand erklären, aber auch das unspezifische ist mir gerade Limit-kennend vernebelt: Da bringt das &#8220;Mehr als du glaubst&#8221;-Portal eine absolut für Print geschriebene epd Meldung ohne jeden Link und in biederstem Agenturdeutsch: Im Streit über das Engagement des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Internet hat sich der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das besondere Profil von &#8220;evangelisch.de&#8221; muss mir zwar ohnehin nochmal jemand erklären, aber auch das unspezifische ist mir gerade <a href="http://www.kenn-dein-limit.info/">Limit-kennend</a> vernebelt: Da bringt das <a href="http://delivery1.dam.contentpool.evangelisch.de/DeliveryServer/get?id=ciGViTLtYkNi5KBTqhlLMf1v-ojwl5kMh3Z2G1N6RQA5XkvlQN73HKlujBB850VeT1bKxk6BJd8DT47hZ1aYdQCMH7wCOmxvBwta0m3TPjU%3D">&#8220;Mehr als du glaubst&#8221;</a>-Portal eine absolut für Print geschriebene epd Meldung ohne jeden Link und in <a href="http://www.evangelisch.de/themen/faz-redakteur-wirft-ard-byzantinismus-vor20903">biederstem Agenturdeutsch</a>:</p>
<blockquote><p>Im Streit über das Engagement des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Internet hat sich der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust mit scharfen Worten gegen die &#8220;Frankfurter Allgemeine Zeitung&#8221; (FAZ) gewandt. In einem offenen Brief an Herausgeber Frank Schirrmacher, blablablub</p></blockquote>
<p>Was soll das? Service wäre eine kurze Notiz der Art: FAZ-Medienredakteur Michael Hanfeld hat in einem <a href="http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~EE18483265C814A3BB1B74A235C24D411~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Kommentar</a> die Online-Aktivitäten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erneut kritisiert und von &#8220;Staatsjournalismus&#8221; gesprochen, der ARD-Vorsitzenden Peter Boudgoust reagierte mit einem <a href="http://www.ard.de/intern/-/id=1886/nid=1886/did=1527714/exkc18/">offenen Brief</a> an FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher, &#8220;denn mit dem Kommentar von Herrn Hanfeld ist meines Erachtens eine Grenze überschritten&#8221;.<br />
Nichts gegen gute Zusammenfassung. Aber die beiden Originaltexte müssten wenigstens verlinkt sein &#8211; und der Rest ist entbehrlich. (Tg)</p>
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