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	<title>SpiegelKritik &#187; Außenspiegel</title>
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	<description>Medienblog für Medienreflexion</description>
	<lastBuildDate>Sat, 28 Jan 2012 19:41:20 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Journalisten machen keine PR &#8211; wie schade</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jul 2011 00:44:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außenspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk Recherche]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Journalisten-Verein &#8220;Netzwerk Recherche&#8221; erlebte auf seiner Jahrestagung an diesem Wochenende im NDR Hamburg zum 10-jährigen Jubiläum einen PR-GAU. Der Vorsitzende Thomas Leif legte sein Amt nieder. Was als Zeichen von Größe gedacht war, geriet zur Peinlickeit für alle Beteiligten. Fachleute waren zahlreich vor Ort, unter ihnen der perfekt selbstinzenierte, wahnsinnig unterhaltungswerthaltige Klaus Kocks &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><em><strong>Der Journalisten-Verein &#8220;Netzwerk Recherche&#8221; erlebte auf seiner Jahrestagung an diesem Wochenende im NDR Hamburg zum 10-jährigen Jubiläum einen PR-GAU. Der Vorsitzende Thomas Leif legte sein Amt nieder. Was als Zeichen von Größe gedacht war, geriet zur Peinlickeit für alle Beteiligten.<br />
</strong></em></p>
<p style="text-align: left;">Fachleute waren zahlreich vor Ort, unter ihnen der perfekt selbstinzenierte, wahnsinnig unterhaltungswerthaltige Klaus Kocks &#8211; aber gute Journalisten machen ja einen Bogen um PR-Leute.<br />
Gescriptet war für den Tag wohl einiges, so Dankworte schwanger eröffnete Kuno Haberbusch die Jahrestagung des Netzwerk Recherche am Freitag, aber am Ende des Tages waren Regisseur, Dramaturg und Autoren stiften gegangen, im großen Saal unterhielt der Poetry-Slamer Marc Uwe Kling ein kleines, begeistertes Publikum im Rahmen der großen 10-Jahres-Fete, während sich der Manager des gesamten Jahrzehnt-Werks Thomas Leif gedemütigt vom Acker schlich. Es war ein Abend großer Tragik in diesem kleinen, aber wirkmächtigen Verein. Es war aber auch eine Lehrstunde für Journalisten, die gerne die Welt erklären, aber sich selbst nur selten fragen, was sie eigentlich so machen.<span id="more-1278"></span>Die Story, wie sie sich bislang darstellt, ist schnell erzählt &#8211; und der Vorstand des Netzwerk Recherche (nr) tat dies selbst schon in wesentlichen Zügen in einer E-Mail an seine Mitglieder 2 Tage vor der turnusmäßig am ersten Abend der Jahreskonferenz anberaumten Mitgliederversammlung:</p>
<p style="text-align: left;">Bei der Abrechnung der Jahrestagung in den Jahren 2007 bis 2010 bei der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) waren Fehler unterlaufen. Weil die BpB für die letzten drei Jahre eine Fehlbetragsfinanzierung von je bis zu 20.000 Euro zugesagt, aber keine festen Fördergelder zu vergeben hatte, kommt es bei der Abrechnung sehr darauf an, dass auch alle der Jahrestagung zuzuordnenden Einnahmen angegeben werden. Hierbei wurden zum einen Posten vergessen, zum anderen ist die Zuordnung bei manchen Einnahmen strittig (sind sie für die allgemeine Verfügung oder zweckgebunden für die Jahrestagung?). Insgesamt hatte die BpB die Jahrestagungen des NR nach Angaben des Vorstands mit rund 75.000 Euro gefördert.</p>
<p>Nachdem im Vorstand die Unstimmigkeiten am 28. Mai aufgefallen waren, hatte er am 7. Juni 2011 die Wirtschaftsprüfer beauftragt, die Abrechnungen zu prüfen. Einen Zwischenbericht hat der Vorstand eine Woche vor der Jahrestagung erhalten &#8211; diesen aber nicht öffentlich gemacht und auch nicht an die BpB weitergeleitet, aber sich aufgrund dessen darauf verständigt, die gesamte Fördersumme unter Vorbehalt an die BpB zurückzuüberweisen. Ferner sollte Thomas Leif die Verantwortung für die Abrechnungsfehler übernehmen und von seinem Amt als Vorsitzender zurücktreten, während der Rest-Vorstand bis zu einer Neuwahl vermutlich im Herbst im Amt bleibt. Die ursprünglich für den 2. Juli turnusmäßig anstehende Vorstandswahl wurde damit aufgrund der Ereignisse verschoben.</p>
<p>Doch die Inszenierung des Übergangs von einer Ära Thomas Leif, der den Verein initiiert und wie kein anderer geprägt hat, in eine namentlich noch völlig unbekannte Zukunft missglückte kräftig. Denn nachdem ein sehr zerknirschter Hans Leyendecker als 2. Vorsitzender die Ereignisse lang und breit, aber nicht tief erläutert hatte und dabei immer wieder die Bedeutung, die Verdienste wie auch die Integrität von Thomas Leif hervorgehoben hatte, kam vom Vorsitzenden  nicht der erwartete Satz: Ich übernehme die volle Verantwortung und trete mit sofortiger Wirkung von meinem Amt zurück.</p>
<p>Stattdessen nuschelte er etwas von seiner Periode, die nun ohnehin auslaufe und dass er nicht wieder kandidieren werde. Es folgte ein kleines Fiasko, eine 10-minütige Beratung des Vorstands, und eine vage Klarstellung, dass Leifs Amtszeit mit dem heutigen Abend ende. Es hatte heftige Diskussionen aus den Reihen der Mitglieder gegeben, doch das Klima war insgesamt keineswegs feindselig dem noch amtierenden Vorstand gegenüber: niemand unterstellte Vorsatz bei den Abrechnungsfehlern (deren Ausmaß ja auch noch gar nicht feststeht), das entschlossene Handeln des Vorstands und seine Offenheit gegenüber den Mitgliedern (und damit ja auch zwangsläufig gegenüber der Medienöffentlichkeit) fanden große Anerkennung und mehrere Mitglieder verstanden die ganze Aufregung nicht.</p>
<p>Hans Leyendecker machte nicht nur bei der Mitgliederversammlung, sondern auch bei einer aktuellen Fragestunde am folgenden Tag unmissverständlich klar, dass der gesamte Vorstand in der Verantwortung stehe. Leyendecker betonte wiederholt, dass ein &#8220;Sauberkeitsverein&#8221; wie das NR an sich selbst besonders strenge Maßstäbe anlegen müsse, dass es kein Durchwurschteln und &#8220;schauen wir mal&#8221; geben dürfe. Und natürlich bedeute dies auch für ihn selbst, nach der nun laufenden Aufarbeitung nicht erneut für den Vorstand zur Verfügung zu stehen, weil er sich selbst nicht genügend gekümmert habe.</p>
<p>Zwar lagen offenbar Antrags- und Abrechnungsverfahren gegenüber der BpB ausschließlich in den Händen von Thomas Leif, und da er satzungsgemäß allein vertretungsberechtigt war, gab es auch kein vorgeschriebenes Vier-Augen-Prinzip, aber seiner Kontrollpflicht ist der Vorstand eben jahrelang nicht nachgekommen. Die Kassenwartin des Vereins beschrieb es mit den Worten:  &#8220;Ich war immer eine Art Ziehtochter von Thomas Leif&#8221;, sie habe  sehr starkes Vertrauen gehabt, &#8220;er war irgendwie übermächtig&#8221;. Und wer Thomas Leif kennt, wird sich das vorstellen können, nur: gerade dafür ist ein mehrköpfiger Vorstand da &#8211; dass man sich gegenseitig auf die Finger schaut, dass man sich gegenseitig korrigiert, in seinem Wissen ergänzt, eben gemeinsam die Geschäfte des Vereins führt; und nicht den kritischen Journalistenverstand auf Stand-by setzt und sich naiv gibt.</p>
<p>Wie ernst es Leyendecker und dem Rest des Vorstands mit dem Vorbildcharakter des Vereins ist, kann man an der Beauftragung einer externen Prüfung sehen. Denn sollte es Abrechnungsfehler gegeben haben, die der Bundeszentrale nicht aufgefallen sind, dürfte diese selbst wenig Interesse an viel Wind darum haben &#8211; gute Voraussetzungen für ein Agreement hinter den Kulissen. Doch genau dieses kommt für das Netzwerk Recherche nicht in Betracht. &#8220;Unser Verein darf nicht auch nur einen Euro aus Steuergeldern zu unrecht erhalten&#8221;, so Leyendecker, der als erfahrener Wirtschaftsrechercheur  die Prüf-Kanzlei selbst ausgewählt hat &#8211; und mit 30.000 Euro Kosten rechnet. Dabei ist die Rückzahlung von Fördermitteln, die das Netzwerk aufgrund fehlerhafter Angaben erhalten hat, gar kein Schaden für den Verein &#8211; denn das Geld stand ihm ja in diesem Fall ohnehin nie zu.</p>
<p>Es ist ein tragischer &#8220;Fall Leif&#8221; und ein &#8220;tiefer Fall Leifs&#8221; &#8211; was der bisherige Vorsitzende beides nicht verdient hat und was doch fast unausweichlich war &#8211; wie in vielen, vielen vergleichbaren Konstellationen: da ist eine charismatische Persönlichkeit, ein Macher mit Intelligenz, Power und Vernetzung, der einer sehr guten Idee Gesicht und Herzschlag gibt. Und dann sind da einige, die sich begeistern lassen und mitmachen, aber längst nicht so viel Engagement aufbringen wie der Chef. Der vorprescht, Ideen entwickelt und alles mögliche schon mal klar macht, bevor andere auch nur hinterhergedacht haben. Das ist im bürgerschaftlichem Engagement nicht selten zu finden, es dürfte sogar eher der Prototyp eines idealistischen Vereins sein.</p>
<p>Die Förderung der Recherche ist Leifs Leidenschaft, und dafür hat er Bücher geschrieben und entstehen lassen, Konferenzen und Seminare organisiert, Positionspapiere in die Diskussion eingebracht, ist durch die Republik gereist, hat die Debatte um den deutschsprachigen Journalismus stark geprägt. Keiner sonst hat auch nur im Ansatz so viel Zeit und Energie in die Vereinsaktivitäten gesteckt wie Thomas Leif. Das Netzwerk Recherche ist sein Lebenswerk &#8211; das wurde in Hamburg zigfach gesagt.<br />
Mit Thomas Leif zusammenzuarbeiten ist vielen Menschen schwer gefallen, Widerspruch bringt ihn auf die Palme, mit seinen flotten Sprüchen und Zuspitzungen ist er ein Künstler auf der Bühne und ein Elefant im Porzellanladen. Und dass auch er in journalistischen Dingen fehlbar ist, wurde in den letzten Jahren mehrfach und keineswegs nur  Netzwerk-intern diskutiert.</p>
<p>Der Verein will sich nun neu aufstellen. Er will transparenter werden, seine Satzung ändern, neue Leute für die aktive Mitarbeit gewinnen. Der Vorstand wird besser mit seinen Mitgliedern kommunizieren müssen und sich mehr als Dienstleister denn als Bestimmer verstehen müssen (nach langer Diskussion hatte die Mitgliederversammlung am Freitag den Vorstand beauftragt, noch an diesem Abend. eine Presseerklärung herauszugeben &#8211; was nicht geschah). Der Verein wird auch sein Verhältnis zur PR überdenken müssen. Wenn schon keines seiner Mitglieder gute Öffentlichkeitsarbeit machen darf, weil das dem fünften NR-Gebot widerspricht (&#8220;<a href="http://www.netzwerkrecherche.de/nr-Positionen--Positionen-des-netzwerk-recherche/Medienkodex-des-netzwerk-recherche/">Journalisten machen keine PR</a>&#8220;), wird man sich Fachleute dafür holen müssen (die bekanntlich andere Tarife aufrufen als Presse-Texter). Der Umgang mit dem Abrechnungsproblem hat auf katastrophale Weise gezeigt, dass das Netzwerk Recherche keine PR macht. Denn bei der Hamburger Jahrestagung mit Mitgliederversammlung ging es keineswegs nur um ein Sachproblem &#8211; es ging ganz entscheidend auch um dessen mediale Kommunikation, um die Medienarbeit in eigener Sache, um die einigen Journalisten offenbar immer noch unbekannte Seite der Information: Geber zu sein, nicht Nehmer, Anbieter statt Frager.</p>
<p>Das Netzwerk Recherche wird sich verändern, es wird optisch vermutlich kleiner werden. Der Verein wird seine Schlagzahl reduzieren müssen, weniger Veranstaltungen organisieren und weniger Publikationen erarbeiten &#8211; um selbst noch den Überblick über all das zu bewahren. Für das Netzwerk wäre es gut, wenn dabei wenigstens ab und zu auch künftig noch Thomas Leif dabei wäre, als spitzer Moderator, als provozierender Diskutant, als Referent für Recherche.</p>
<p style="text-align: right;">Timo Rieg<br />
(nr-Mitglied)</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Vorangegangene Veröffentlichungen anderer Medien:</strong><a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/putsch-im-sauberkeitsverein/"><br />
Erster taz-online-Bericht </a><br />
<a href="http://meedia.de/details-topstory/article/nr-vorstand-thomas-leif-nimmt-seinen-hut_100035637.html">Meedia: NR-Vorstand Thomas Leif nimmt seinen Hut</a><br />
<a href="http://www.focus.de/panorama/welt/medien-fuehrungskrise-bei-netzwerk-recherche_aid_642331.html">dpa-Meldung</a> (bei Focus)<br />
<a href="http://www.open-report.de/artikel/Leif+zieht+sich+aus+dem+Netzwerk+Recherche+zur%FCck/124399.html">dapd</a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Pressemitteilung nr vom Samstag:</strong><br />
<a href="http://www.netzwerkrecherche.de/Presse/110702-Erklaerung-des-nr-Vorstands/" target="_self">Erklärung des Vorstands</a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Weitere ausgewählte Veröffentlichungen:</strong><br />
<a href="http://www.blog-cj.de/blog/2011/07/03/ein-bisschen-politburo-im-netzwerk-sonntagsreden/" target="_blank">Christian Jakubetz</a> (&#8220;Politbüro&#8221;)<br />
<a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,772051,00.html">Spiegel-Online</a> (&#8220;Vorzeigejournalisten&#8221;)<br />
<a href="http://www.tagesspiegel.de/medien/gravierende-fehler/4350526.html">Tagesspiegel </a>(&#8220;Zoff zum Jubiläum&#8221;)<br />
<a href="http://www.wwwagner.tv/?p=8661">Verschlossene Auster fürs NR?</a> (Leyendecker im Interview mit Jörg Wagner /audio)<br />
<a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/netzwerk-recherche-ohne-thomas-leif-aufklaerer-in-erklaerungsnot-1.1115613" target="_blank">Süddeutsche Zeitung</a> (&#8220;Aufklärer in Erklärungsnot&#8221;)</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Hintergrundinfos zur Sache:</strong><br />
+Verantwortlich ist nur der Vorstand nach § 27 BGB, und das sind nur 1. und 2. Vorsitzender.<br />
+Der Vorstand ist nicht nur &#8220;geschäftsführend&#8221; im Amt, wie es an vielen Stellen heißt, sondern satzungsgemäß unverändert bis zu einer erfolgten Neuwahl.</p>
<p style="text-align: left;"><em><strong>Update 4. Juli: </strong></em><br />
<a href="http://www.turi2.de/2011/07/04/heute2-waz-delmenhorster-kreisblatt-bauer-11420509/">turi2</a> verweist auf das angebliche Dokument eines &#8220;Wirtschaftsprüfberichts&#8221;, das Einnahmen des NR aus Anzeigen und Sponsoring auflistet. Was Fred Kowasch veröffentlicht hat, ist schlicht der Kassenbericht, der bei der Mitgliederversammlung an alle verteilt worden war &#8211; und der künftig, so die Ankündigung des Vorstands, ohnehin online stehen soll. Die E-Mail eines Wirtschaftsprüfers und der Kassenbericht, die Kowasch in ein pdf zusammengefügt hat, sind zwei getrennte Dokumente.</p>
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		<title>Die szenische Rekonstruktion</title>
		<link>http://spiegelkritik.de/2011/06/01/die-szenische-rekonstruktion/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 21:27:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helgoländer Vorbote</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außenspiegel]]></category>

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		<description><![CDATA[Der SPIEGEL hatte mit seinem Verweis, dass &#8220;szenische Rekonstruktionen&#8221; in &#8220;Reportagen&#8221; üblich seien, insofern recht, als wir uns endlich mit den unsäglichen Pseudo-Reportagen im Fernsehen beschäftigen müssen. In der Ankündigung schreibt Phönix zwar von einer &#8220;Dokumentation&#8221; (was immer noch etwas anderes als eine Inszenierung sein müsste), im Filmbeitrag über Kreditkartenbetrug wurde hingegen eine Reportage von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der SPIEGEL hatte mit seinem <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,761579,00.html">Verweis</a>, dass &#8220;szenische Rekonstruktionen&#8221; in &#8220;Reportagen&#8221; üblich seien, insofern recht, als wir uns endlich mit den unsäglichen Pseudo-Reportagen im Fernsehen beschäftigen müssen. In der Ankündigung schreibt <a href="http://www.phoenix.de/content/phoenix/tv_programm/thema:_facebook_und_co_faszination_und_risiko/380150">Phönix </a>zwar von einer &#8220;Dokumentation&#8221; (was immer noch etwas anderes als eine Inszenierung sein müsste), im Filmbeitrag über Kreditkartenbetrug wurde hingegen eine Reportage von Edgar Verheyen angekündigt, und sie besteht praktisch nur aus gestellten Szenen (und einem Verheyen, der beim Autofahren mehr in die Kamera spricht als auf die Straße zu schauen und ansonsten über den HighTec-Betrug staunt, bei dem Menschen falsche Namen an ihre Briefkästen schreiben).</p>
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		<title>el-Masri &amp; der Spiegel / Machill &amp; die Studenten</title>
		<link>http://spiegelkritik.de/2010/12/10/el-masri-der-spiegel-machill-die-studenten/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 14:43:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außenspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel Online]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei Lesehinweise: Über spiegel.de: Prof. Dr. Henning Ernst Müller kritisiert den Spiegel-Online Bericht &#8220;CIA-Entführung von Khaled el-Masri: Deutschland beugte sich Druck aus Washington&#8221;: Die Spiegel-Journalisten, in dem Bestreben, einen bisher unbekannten &#8220;Skandal&#8221; aufzudecken, schreiben nur haarscharf an einer glatten Lüge vorbei, indem sie entscheidende Informationen verschweigen. Andere Zeitungen drucken das nach (hier). Eine Peinlichkeit. Auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Lesehinweise: </p>
<p><strong><a href="http://blog.beck.de/2010/12/09/wikileaks-depesche-zum-fall-el-masri-beluegt-uns-der-spiegel">Über spiegel.de</a>:</strong> Prof. Dr. Henning Ernst Müller kritisiert den Spiegel-Online Bericht &#8220;CIA-Entführung von Khaled el-Masri: Deutschland beugte sich Druck aus Washington&#8221;:</p>
<blockquote><p>Die Spiegel-Journalisten, in dem Bestreben, einen bisher unbekannten &#8220;Skandal&#8221; aufzudecken, schreiben nur haarscharf an einer glatten Lüge vorbei, indem sie entscheidende Informationen verschweigen. Andere Zeitungen drucken das nach (hier). Eine Peinlichkeit.</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,733108,00.html">Auf spiegel.de</a></strong>: &#8220;Leipziger Journalistik-Fehde: Immer mitten in die Presse&#8221; &#8211; die Diskussion um Journalistik-Professor Marcel Machill.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Pferdekrise? Was für eine Pferdekrise?</title>
		<link>http://spiegelkritik.de/2010/11/29/pferdekrise-was-fur-eine-pferdekrise/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Nov 2010 14:18:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außenspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel Online]]></category>

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		<description><![CDATA[Kobuk &#8211; &#8220;ein Medienwatchblog von Studierenden der Lehrveranstaltung &#8216;Multimedia-Journalismus&#8217; am Publizistikinstitut der Uni Wien&#8221; &#8211; geht der Geschichte von angeblich 20.000 herrenlos in Irland herumirrender, vom Hungertod bedrohter Pferde nach: &#8220;Das krisengeschüttelte Irland und Haustiere, dieser verlockenden Kombination konnten offenbar auch Qualitätsjournalisten nicht widerstehen, trotz mangelhafter Quellenlage.&#8221; &#8211;>Lesen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kobuk &#8211; &#8220;ein Medienwatchblog von Studierenden der Lehrveranstaltung &#8216;Multimedia-Journalismus&#8217; am Publizistikinstitut der Uni Wien&#8221; &#8211; geht der Geschichte von angeblich 20.000 herrenlos in Irland herumirrender, vom Hungertod bedrohter Pferde nach: &#8220;Das krisengeschüttelte Irland und Haustiere, dieser verlockenden Kombination konnten offenbar auch Qualitätsjournalisten nicht widerstehen, trotz mangelhafter Quellenlage.&#8221; <a href="http://www.kobuk.at/2010/11/qualitaetsmedien-erliegen-dem-spin-einer-irischen-ngo/">&#8211;>Lesen</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>DerWesten fehlerfrei</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Oct 2010 22:23:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außenspiegel]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass die Online-WAZ &#8220;derWesten&#8221; nichts mehr zu korrigieren hätte, darf mit Sicherheit verneint werden. Doch der Korrektur-Blog ist tot. Dabei schrieb man dort, noch unter der Leitung von Katharina Borchert: In unseren Redaktionen arbeiten 830 Redakteure und etliche freie Journalisten 7 Tage in der Woche. Genug Zeit also, um reichlich Fehler zu machen. Wir wollen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://spiegelkritik.de/wp-content/uploads/2010/10/korrekturblog-derWesten.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1047" title="korrekturblog-derWesten" src="http://spiegelkritik.de/wp-content/uploads/2010/10/korrekturblog-derWesten.gif" alt="" width="470" height="89" /></a><br />
Dass die Online-WAZ &#8220;derWesten&#8221; nichts mehr zu korrigieren hätte, darf mit Sicherheit verneint werden. Doch der <a href="http://www.derwesten.de/blogs/korrektur/">Korrektur-Blog</a> ist tot. Dabei schrieb man dort, noch unter der Leitung von <a href="http://www.derwesten.de/community/Katharina.Borchert/">Katharina Borchert</a>:</p>
<blockquote><p>In unseren Redaktionen arbeiten 830 Redakteure und etliche freie Journalisten 7 Tage in der Woche. Genug Zeit also, um reichlich Fehler zu machen. Wir wollen hier so viel wie möglich wieder korrigieren.</p></blockquote>
<p>Doch wie sollen Fehler in einem eigenen Blog transparent gemacht werden, wenn man auf ihre Korrektur selbst nach Leserhinweisen <a href="http://www.bildblog.de/23195/im-westen-nichts-neues/">verzichtet</a>?</p>
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		</item>
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		<title>Lesebeute: Aggressive Anwälte</title>
		<link>http://spiegelkritik.de/2010/06/11/lesebeute-aggressive-anwalte/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 22:48:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außenspiegel]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Medienmagazin &#8220;journalist&#8221; hat gerade die Abmahnrepublik zum Thema. Erhellend dazu ist auch eine Einschätzung von ZAPP-Abteilungsleiter Steffen Eßbach: &#8220;Wir haben zunehmend damit zu kämpfen, mit sehr aggressiv agierenden  Anwälten – sei es, wenn wir über Prominente berichten oder über verschiedene Medien. Da steigen Anwälte sehr stark ein und ziehen sich ganz oft an Bagatellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Medienmagazin &#8220;<a href="http://www.journalist.de/ratgeber/handwerk-beruf/tipps-fuer-den-berufsalltag/das-abmahnlexikon.html">journalist</a>&#8221; hat gerade die Abmahnrepublik zum Thema. Erhellend dazu ist auch eine Einschätzung von ZAPP-Abteilungsleiter Steffen Eßbach:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir haben zunehmend damit zu kämpfen, mit sehr aggressiv agierenden  Anwälten – sei es, wenn wir über Prominente berichten oder über verschiedene Medien. Da steigen Anwälte sehr stark ein und ziehen sich ganz oft an Bagatellen hoch, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen. Entweder weil sie die Beschwerde mehrmals über den Rundfunkrat spielen oder wir mit Gegendarstellungen und juristischen Feinheiten zu kämpfen haben. [...] Das ist eine Tendenz, die wir mit Sorge beobachten. Wenn sie an den Kern der Berichterstattung nicht rankommen, dann setzen sie eine sehr kurze Frist oder nehmen eine Randbemerkung und setzen die so hoch, dass sie einen Redakteur schon mal einen ganzen Tag beschäftigen kann.&#8221;</p></blockquote>
<p>(Interview auf meedia)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Tagesspiegel lüftet bekanntes Geheimnis (und erzählt ein bisschen drumrum)</title>
		<link>http://spiegelkritik.de/2009/12/14/tagesspiegel-luftet-bekanntes-geheimnis-und-erzahlt-ein-bisschen-drumrum/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 21:49:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helgoländer Vorbote</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außenspiegel]]></category>

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		<description><![CDATA[Frank Jansen ist ein mehrfach ausgezeichneter Journalist, Reporter beim Tagesspiegel. Leider hat er uns bisher trotz Anfrage nicht geholfen, seinen Artikel &#8220;Nahkampf und linke Agitation im Zeltlager&#8221; auch als Wächterleistung zu sehen. Der Beitrag vom 1. Dezember 2009 berichtet über ein Jugendzeltlager in Homberg (Ohm), das in den letzten fünf Tagen der hessischen Sommerferien vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frank Jansen ist ein mehrfach ausgezeichneter Journalist, Reporter beim Tagesspiegel. Leider hat er uns bisher trotz Anfrage nicht geholfen, seinen Artikel <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Autonome-Uebungscamp;art122,2964475">&#8220;Nahkampf und linke Agitation im Zeltlager&#8221;</a> auch als Wächterleistung zu sehen.<br />
Der Beitrag vom 1. Dezember 2009 berichtet über ein Jugendzeltlager in Homberg (Ohm), das in den letzten fünf Tagen der hessischen Sommerferien vom &#8220;Bündnis antifaschistischer Gruppen Hessen&#8221; ausgerichtet worden war. Nach Jansens Darstellung kam auf dem Zeltplatz des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) &#8220;ein Viertel der gewaltbereiten Linksextremisten in Hessen&#8221; zusammen. Vor den Augen der Öffentlichkeit mit Planen und einem Zirkuszelt abgeschirmt soll mit Tonfas und Schlagstöcken der Nahkampf geübt worden sein. &#8220;Die Autonomen wandten Angriffs- und Verteidigungstechniken an, gegen die Judo nahezu kindlich wirkt.&#8221; Laut Jansen sehen Sicherheitsexperten nun die Gefahr, &#8220;dass hessische Autonome noch härter zulangen, gegen Rechtsextremisten und die Polizei.&#8221;</p>
<p>Das klingt alles ziemlich abenteuerlich &#8211; allerdings vollständig ohne belastbare Quellen. Es gibt lauten Widerspruch &#8211; und auch offensichtliche Fehler in der Darstellung.</p>
<p>Frank Jansen schreibt: &#8220;Nach den fünf Tagen endete das konspirative Camp, als sei nichts geschehen. [...] Das Treffen sollte geheim bleiben.&#8221;</p>
<p>Dem widerspricht das Bündnis in einer heute veröffentlichten <a href="http://bash.antifa.net/node/46">Pressemitteilung</a>: &#8220;Denn das Jugendantifa-Camp wurde bereits ein halbes Jahr im Voraus offen beworben. Dies lässt sich bereits mittels einer kurzen Google-Recherche nachprüfen, welche über den ersten Sucheintrag zur offiziellen Internetseite des Jugendantifa-Camps (www.jugendantifa-camp09.tk) führt. Zusätzlich wurde das Camp öffentlich durch Plakate, Flugblätter und Anzeigen in bundesweit vertriebenen Zeitschriften beworben.&#8221;<br />
<a href="http://bash.antifa.net/camp/programm">Die Seite ist mit Programm</a> noch heute verfügbar, und es finden sich Monate alte Verweise auf diese. Heimlich war nur der genaue Ort des Camps:  &#8220;Aus Sicherheitsgründen geben wir den genauen Ort, an dem das Camp stattfinden wird, erst nach Anmeldeschluss und nur für alle erfolgreich angemeldeten TeilnehmerInnen bekannt.&#8221; Dies ist im Hinblick auf vorangegangene Begegnungen von Rechten und Linken in Hessen und insbesondere den <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,567176,00.html">Überfall auf ein solid-Camp</a> im Schwalm-Eder-Kreis am 20. Juli 2008 nicht allzu verwunderlich.<br />
Auch in einem anderen zentralen Punkt widerspricht das Bündnis der Darstellung im Tagesspiegel. Jansen schreibt: &#8220;Doch das, was sich im Sommer in Hessen abgespielt hat, war selbst für lang gediente Fachleute eine Überraschung.&#8221; Das Bündnis antifaschistischer Gruppen in Hessen entgegnet: &#8220;Auch dies entspricht nicht der Wahrheit. So sind im Vorhinein und auch während des Camps sowohl die Polizeidirektion Homberg/Ohm als auch das LKA Hessen an uns herangetreten. Ein Anruf bei den Dienststellen sollte ausreichen um dies zu überprüfen. Grund für diese Absprachen waren die Sicherheitsbedenken der Polizei. So befürchtete diese eine Gefährdung der Teilnehmer_innen durch die Neonaziszene im Vogelsbergkreis.&#8221;<br />
Der für die Vermietung des Zeltplatzes zuständige Bildungsreferent des BdP Hans-Joachim Böhm sagt, er habe vor der Belegung sowohl beim Landeskriminalamt als auch beim Hessischen Jugendring nachgefragt, ob es Bedenken gegen eine Vermietung an den Camp-Veranstalter gebe, was verneint worden sei.<br />
Irritierend ist in diesem Zusammenhang auch, dass sowohl das Bündnis als auch der BdP auf Anfrage sagen, Jansen sei mit ihnen nicht in Kontakt getreten. Dass Jansen weder dem Veranstalter noch dem Zeltplatz-Betreiber die Möglichkeit gegeben hat, sich zu den Vorwürfen zu äußern und gleichzeitig keine einzige Quelle für seine Informationen nennt, hebt nicht gerade die Glaubwürdigkeit seiner Darstellung. Die Wirkung blieb gleichwohl nicht aus.<br />
Der Gießener Anzeiger hatte zunächst die Darstellungen aus dem Tagesspiegel in weiten Teilen übernommen und mit seiner eigenen Recherche nicht gerade an den kritischen Punkten angesetzt: <a href="http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/aus-der-nachbarschaft/mittelhessen/7987629.htm">&#8220;Trainingslager von Autonomen im August &#8211; Experten befürchten Auftakt zu mehr Gewalt&#8221; </a>hieß es dort am 5. Dezember.</p>
<p>Gleich meldete sich die Junge Union Vogelsberg zu Wort: &#8220;Das mittlerweile bekannt gewordene Lager ca. 100 linksextremer Autonomer in Homberg zeigt deutlich, wie sich linke Gruppen in Deutschland auf gewalttätige Auseinandersetzungen vorbereiten“, so Kreisvorsitzender Michael Ruhl in einer <a href="http://www.ju-vogelsberg.de/index.php?ka=1&amp;ska=4&amp;idn=33">Pressemitteilung</a>.</p>
<p>Einen anderen Blickwinkel zeigte dann die <a href="http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Hessen/Stillschweigen-aus-Sorge-vor-Rechten-Ueberfaellen-_arid,148771_regid,1_puid,1_pageid,11.html">Gießener Allgemeine</a> am 10. Dezember und schildert, dass auch die Stadt Homberg in die Planung des Camps eingebunden war.</p>
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		<title>Die Zeitung und das Mädchen</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 21:39:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo Rieg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außenspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurter Rundschau]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war Zufall, dass ich gerade Franzobels Buch &#8221; Österreich ist schön: Ein Märchen&#8221; gelesen hatte, weshalb mir eine Meldung in der FR  auffiel: &#8220;Der Staat und das Mädchen&#8221; war die Notiz des Österreich-Korrespondenten  Norbert Mappes-Niediek betitelt, ganz in österreichischem Sound. Es ist eine sehr, sehr kurze Darstellung des Umgangs österreichischer Behörden und Politiker mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war Zufall, dass ich gerade Franzobels Buch &#8221; Österreich ist schön: Ein Märchen&#8221; gelesen hatte, weshalb mir eine Meldung in der FR  auffiel: <a href="http://www.fr-online.de/top_news/2110273_oesterreich-Der-Staat-und-das-Maedchen.html">&#8220;Der Staat und das Mädchen&#8221; </a>war die Notiz des Österreich-Korrespondenten  Norbert Mappes-Niediek betitelt, ganz in österreichischem Sound. Es ist eine sehr, sehr kurze Darstellung des Umgangs österreichischer Behörden und Politiker mit sechs Menschen ohne österreichischen Lebensberechtigungsschein. Die Message des Beitrags hat sich mir bis heute nicht erschlossen, was mit großer Wahrscheinlichkeit an meinem bescheidenen Vermögen liegt. Entsprechend willig war ich, über folgende Zeilen zu stolpern:</p>
<blockquote><p>&#8220;Im Herbst 2007 drohte der Familie endgültig die Abschiebung. Als eines Morgens die Polizei klingelte, schlich Arigona, damals 15, aus dem Haus. Lebend lasse sie sich nicht abschieben, schrieb sie in einem Brief.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ob einem Menschen die Verwirklichung des Rechtsstaats drohen kann, war für mich eine zu hintergründige Frage. Stattdessen erinnerte ich mich, dass Franzobel von einer Abschiebung um &#8220;17.30 Uhr, eine Zeit, zu der man alle zu Hause wähnte&#8221;, schrieb. Das wäre auch für verschlafene Österreicher nicht zwingend &#8220;Morgens&#8221;. Und laut <a href="http://www.franzobel.at/link_from_index.php">Franzobel </a>schlich sich Arigona auch nicht aus dem Haus, sondern befand sich &#8220;bei einem Mopedführerscheinkurs in Ried im Innkreis [...], als die Beamten der Fremdenpolizei kamen und das Haus umstellten.&#8221;</p>
<p>Interessanterweise findet sich zum genauen Staatshergang nicht viel in den tagesaktuellen Medien, und Arigona ist meist nur salopp &#8220;spurlos verschwunden&#8221;.</p>
<p>Die Frankfurter Rundschau hat auf meine Bitte vom 30. November, ihren Korrespondenten nach seine Quellen zu befragen und mir diese soweit möglich mitzuteilen, leider nicht reagiert. Franzobel aber bekräftigte auf Nachfrage seine Schilderung und gibt als Quelle das persönliche Gespräch mit Arigona an. Auch die  Süddeutschen Zeitung spricht davon, dass Arigona <a href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/416/444154/text/">&#8220;zufällig außer Haus&#8221;</a> war, ähnlich die <a href="http://www.nachrichten.at/nachrichten/meinung/leitartikel/art11085,">Oberösterreichischen Nachrichten</a>.</p>
<p>Doch bevor hier wie so oft wieder eine Notiz liegen bleibt, nur weil ein von Informationen lebendes Medienunternehmen keine Informationen gibt, sei wenigstens dies vermerkt.</p>
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		<title>Print-King gegen Online-Queen: Döpfner und Huffington diskutierten</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 16:32:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außenspiegel]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerne verweisen wir auf diese Diskussion zwischen Mathias Döpfner (Axel Springer) und Arianna Huffington beim Monaco Media Forum in Monte Carloüber die weitere Entwicklung des Journalismus. Moderation Christine Ockrent, France 24. Texte dazu u.a. bei golem und Carta. Eine Zusammenfassung bei achtmilliarden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerne verweisen wir auf diese Diskussion zwischen Mathias Döpfner (Axel Springer) und <span class="description">Arianna Huffington </span>beim Monaco Media Forum in Monte Carlo<span class="description">über die weitere Entwicklung des Journalismus. </span>Moderation Christine Ockrent, France 24.<br />
<object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/ar6pCxwtUBk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ar6pCxwtUBk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p><span class="description">Texte dazu u.a. bei <a href="http://www.golem.de/0911/71190.html">golem </a>und <a href="http://carta.info/18142/mathias-doefner-arianna-huffington-monaco-media/">Carta</a>. Eine Zusammenfassung bei <a href="http://achtmilliarden.wordpress.com/2009/11/14/weird-porn-and-a-can-of-beer-for-free-a-protocol-of-mathias-dopfners-and-arianna-huffingtons-debate-on-the-future-of-journalism/">achtmilliarden</a>.<br />
</span></p>
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		<title>Was ist investigativer Journalismus?</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 13:52:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Außenspiegel]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Begriff „investigativer Journalismus“ wird von ein paar Leuten, die glauben, sie hätten ihn erfunden, wie eine Monstranz herumgetragen. Ich bin da sehr skeptisch. Jede Art von Berichterstattung ist zu einem Teil investigativ – recherchieren ist ja das Wichtigste im Journalismus. Und die paar großen Enthüllungsgeschichten, die es gibt, sind nicht immer Resultat aufwendiger Recherchen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Der Begriff „investigativer Journalismus“ wird von ein paar Leuten, die glauben, sie hätten ihn erfunden, wie eine Monstranz herumgetragen. Ich bin da sehr skeptisch. Jede Art von Berichterstattung ist zu einem Teil investigativ – recherchieren ist ja das Wichtigste im Journalismus. Und die paar großen Enthüllungsgeschichten, die es gibt, sind nicht immer Resultat aufwendiger Recherchen. Oft ist es Zufall: Jemand, der etwas aufdecken will, wendet sich an die beste Adresse. Wenn sich Journalisten großer Titel dann als investigativ bezeichnen, kommen sie mir manchmal vor wie der Schrankenwärter, der glaubt, der Zug kommt, weil er die Schranken heruntergelassen hat.</p>
<p>(Stefan Aust, ehem. Spiegel-Chefredakteur, im <a href="http://diepresse.com/home/kultur/medien/510986/index.do?_vl_backlink=/home/kultur/medien/index.do">Interview mit der Presse</a>, Wien)</p></blockquote>
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