Korinthe (90): Verbotene Messer werden verboten

Illustrationen zu journalistischen Artikeln werden redaktionell oft als Füllstoff gegen Textödnis gesehen, Insbesondere, wenn ihnen der Hinweis “Symbolbild” angepinnt wird, ist der Informationswert meist null – es sei denn, das Symbolbild verrät, dass da jemand gar keine Ahnung hat von dem Thema, das gerade publiziert wird. Glyphosat ist immer wieder ein Paradebeispiel dafür.
Oder aktuell die medienweite Bebilderung zur Mutmaßung, die Bundesländer wollten das Waffengesetz verschärfen und örtlichen Behörden die Möglichkeit geben, das Mitführen von Messern an bestimmten Orten komplett zu verbieten. 

In einigen Texten wird sogar kurz angedeutet, was derzeit schon überall oder bei öffentlichen Veranstaltungen verboten ist. Vollständig wird es hingegen nirgends erläutert. Und so darf der ahnungslose Kunde annehmen, die zur Illustration gezeigten Messer seien bisher erlaubt – und gehörten endlich verboten. Dabei könnte wenigstens den Redaktionen schon die Darbietung der Messer und erst recht die Bildbeschreibung der Agenturen einen deutlichen Hinweis geben, dass es sich um illegale Waffen handeln könnte. Dolche und Faustmesser z.B. (wie oben bei Deutschlandfunk abgebildet, ebenso bei BILD), Springmesser mit beidseitig geschliffener Klinge (wie beim MDR), Butterfly (ntv) und Messer mit feststehender Klinge über 12cm (Deutsche Welle). Siehe: Waffengesetz.

 

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