Chefredaktion sucht Praktikumsplatz

Jeder darf beliebigen Müll ins Netz stellen. Oder sollte es zumindest dürfen. Aber ist es notwendig, dies Nochmindertalentierten explizit beizubringen?

Zeitjung.de, „die digitale Bravo, die Schmonzette feuchter Studententräume“ (Müßiggang Magazin), ist ein öffentliches Archiv von Belanglosigkeiten. Mit Journalismus haben die meisten Veröffentlichungen nichts zu tun. Nur ein aktuelles Beispiel: die Schreibübung „Religion: Warum uns der Vatikan an nichts mehr glauben lässt„. Wollte man den Text redigieren, bliebe nur der Papierkorb. (Null Recherche, keine Bezüge zur Zielgruppe – etwa junge Erwachsene in den vielen katholischen Jugendverbänden -, eine Kausalkette, dass sich selbst Religionsoberbasher Karlheinz Deschner geschüttelt hätte…)

Und just dieser Hort des Unvermögens sucht nun ab 2016 wieder Praktikanten, um ihnen „die Kniffe des Online-Journalismus“ beizubringen.

Bis Januar ist ja noch ein wenig hin. Für ein Kurzpraktikum des Chefredakteurs, seiner die Bewerbungen sichtenden Stellvertreterin oder irgendeines anderen Worthauers von zeitjung.de bei egal welchem JOURNALISMUS-Betrieb sollte es noch reichen. Den Kindern zuliebe.

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