Bibliographische Daten – gibt’s bei amazon

Für was sind Nachrichten eigentlich gut? Die Frage stellt man sich ja immer wieder. Für die Nachrichtenmacher sind sie jedenfals unbestritten nur Ware, Erzeugnis, Teil der „Wertschöpfungskette“.

Spiegel-Online hat wie wohl alle anderen Nachrichtenmedien hinlänglich über amazon berichtet, nachdem eine Fernseh-Dokumentation Missstände angeprangert hat (letzter Beitrag vom 21.2.2013). Doch wenn es um den Verkauf der eigenen Produkte geht, wird der einfachste sprich kommerziell erfolgträchtigste Weg gewählt – und das promotete Buch mit dem amazon-Angebot verlinkt. Dass es auch Alternativen gibt, ebenso wie derzeit noch Läden, die auch andere analoge Waren wie etwa eine Hamburger Montagsillustrierte feilbieten.

Und aktuell siehe…

Anstaltsmedienkompetenz

„Die WAZ entlässt die Redaktion der ‚Westfälischen Rundschau‘, Lokalsender wie center.tv müssen ihr Programm an manchen Standorten reduzieren. ‚Lokal‘ refinanziert sich nur schlecht. Aber es geht auch anders: 3.000 Kilometer von Nordrhein-Westfalen entfernt, in Nordskandinavien, wird zur gleichen Zeit darüber beraten, wie das Rundfunkprogramm für die indigene Gruppe der Sami ausgebaut werden kann. Das funkfenster mit einem Porträt eines ungewöhnlichen TV-Formats.“

So bewirbt die „Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen“ (LfM) einen Artikel. Dass Westfälische Rundschau und center.tv vom Verkauf ihrer Produkte leben müssen, das „ungewöhnliche TV-Format“ für die Sami jedoch öffentlich-rechtlich finanziert wird, scheint der NRW-Anstalt, die sich überwiegend aus dem Rundfunkbeitrag finanziert, schnuppe.