Archiv für den Monat Dezember 2010

Chaostage: Nachts war alles dunkel

Samstag, 25. Dezember 2010

“Und plötzlich fiel dann von oben Wasser herab. Meine Frisur war dahin, meine Papier-Einkaufstüte riss, die Konserven rollten über den Parkplatz – es war ein Bild des Grauens.” Müssen wir uns so die künftige Spiegel-Online-Berichterstattung zu dem Naturvorgang “Regen” vorstellen? Das intellektuelle Level ist jedenfalls mti dem journalistisch ausgerufenenen Schnee-Notstand erreicht. (weiterlesen…)

Zuviel PR bei evangelisch.de

Samstag, 11. Dezember 2010

Was “evangelisch.de” eigentlich will, ist mir vom Start an unklar (was mich aber nicht überrascht, schließlich ist auch hier Arnd Brummer verantwortlich, der schon als Chefredakteur des Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt Profil vermissen ließ) – aber das gehört hier nicht hin. Unter dem journalistischen Gesichtspunkt ist ein zentrales Problem, dass bei evangelisch.de redaktionelle Teile und PR nahtlos ineinanderübergehen.

Dass Pressemitteilungen unverändert übernommen werden, kommt auch bei anderen Medien vor und ist nicht weiter tragisch – wenn es entsprechend gekennzeichnet wird. evangelisch.de geht aber noch weiter und lässt sich gleich von (kirchlichen) Pressestellen beschicken (so etwa in der sehr lückenhaften Rubrik “Regionales”).

Andererseits geben die wenigen Redakteure manchmal einen durchaus persönlichen Laut von sich (Henrik Schmitz: “Beim Bauer-Verlag denkt man offenbar, dass man Verstopfung am besten mit Dünnpfiff beikommt”).
Zumindest wenn das Portal auch als journalistisches Medium ernstgenommen werden möchte, müsste hier sauber getrennt werden: was ist (kommentierte) Recherche, was ist Verlautbarung. (Tg)

el-Masri & der Spiegel / Machill & die Studenten

Freitag, 10. Dezember 2010

Zwei Lesehinweise:

Über spiegel.de: Prof. Dr. Henning Ernst Müller kritisiert den Spiegel-Online Bericht “CIA-Entführung von Khaled el-Masri: Deutschland beugte sich Druck aus Washington”:

Die Spiegel-Journalisten, in dem Bestreben, einen bisher unbekannten “Skandal” aufzudecken, schreiben nur haarscharf an einer glatten Lüge vorbei, indem sie entscheidende Informationen verschweigen. Andere Zeitungen drucken das nach (hier). Eine Peinlichkeit.

Auf spiegel.de: “Leipziger Journalistik-Fehde: Immer mitten in die Presse” – die Diskussion um Journalistik-Professor Marcel Machill.

Medienquatsch zum Wetten-dass-Unfall

Sonntag, 05. Dezember 2010

Retter kamen 23 Sekunden zu spät beim ZDF-Fernsehdrama (HV)

Rigide redigierende Redakteure

Donnerstag, 02. Dezember 2010

Essay im journalist 12/2010.


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