Fotografie: Titelbusen diesmal nur innen

Soll es besondere Unabhängigkeit zeigen oder welche Politik steckt dahinter, dass der Spiegel ein Thema über den Partner Stayfriends konstruiert, ins eigene Heft und in Kollegenblätter hebt?

Die Meldung von Seite 101 der aktuellen Ausgabe (40/2010) findet sich fast wörtlich auch bei Welt: das Online-Netzwerk Stayfriends lässt nach eigenen Angaben „20 000 Schulen in ganz Deutschland fotografieren – ohne vorher um Erlaubnis zu fragen Erst im Nachhinein wolle man die Fotos von den Schulleitern autorisieren lassen…“

Dabei schreibt der Spiegel selbst nachfolgend, dass am Fotografieren rechtlich überhaupt nichts auszusetzen ist. Niemand muss solche Bilder autorisieren – das wäre ja noch schöner.

Bleibt, dass in Münster ein Styfriends-Fotograf unangenehm aufgefallen sein soll. So what. Macht der Spiegel künftig auch zu jedem Lehrer eine Meldung, der irgendwem „Gewalt androht“? Ganze Schülerzeitungen sind mit entsprechenden „Stilblüten“ gefüllt.

Apropos Foto: Dass Marilyn Monroe missliebige Fotos von einem dreitägigen Shooting, bei dem sie meist „nackt und betrunken“ war, mit Nagellack durchgestrichen hat, ist wohl als Auswahlkriterium gedacht gewesen, damit posthum auf das Spiegel-Cover zu kommen. So haben es die Hamburger zumindest interpretiert.

2 Gedanken zu „Fotografie: Titelbusen diesmal nur innen

  1. … vor allen Dingen gibts ja wirklich nix wichtigeres auf die Titelseite des „Nachrichtenmagazins“ zu heben in Deutschland im Oktober 2010 als Fotos eines tragischen US-Filmstars, der seit kaum 50 Jahren tot ist.

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