Reinhard Mohr mal wieder „unseriös“

Eine Pressemitteilung von Attac (Links von der Redaktion)

„Mit scharfer Kritik hat das globalisierungskritische Netzwerk Attac auf den Spiegel-online-Artikel „Deutsche Linke und Iran: Ein Slibowitz auf Ahmadinedschad“ vom Samstag und die darin geäußerten Vorwürfe gegen Attac reagiert. „Der Artikel ist ein Paradebeispiel für unseriösen, tendenziösen Journalismus“, sagte Jutta Sundermann vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. So stamme das angebliche Attac-Zitat nicht wie behauptet aus einem Attac-Forum, sondern aus einem namentlich gezeichneten Kommentar einer externen Autorin, der zu Dokumentationszwecken auf eine Internet-Seite der Attac-Arbeitsgemeinschaft „Globalisierung und Krieg“ gestellt wurde. Der Text gebe erkennbar weder eine Position von Attac Deutschland noch der AG wieder. Jutta Sundermann: „Wäre es dem Autor wirklich um eine seriöse Recherche gegangen, hätte bei Zweifeln ein Anruf in der Pressestelle von Attac genügt.“

Attac unterstütze selbstverständlich soziale und emanzipatorische Bewegungen weltweit. „Wir müssen und können aber nicht zu jedem Thema zu jeder Zeit eine Erklärung abgeben“, betonte Pedram Shahyar, iranisch-stämmiges Mitglied des Attac-Koordinierungskreises. Davon, dass Attac zur gegenwärtigen Situation im Iran schweige, könne dennoch keine Rede sein. So habe Pedram Shahyar unter anderem drei Artikel im Neuen Deutschland zum Iran veröffentlicht. In seinem Beitrag „Sanfter Putsch mit demokratischem Anstrich“ vom 17. Juni liefere der Autor zeitgleich mit Spiegel-online Belege für den Wahlputsch Ahmadinedschads.

An den Iran-Demonstrationen in Deutschland hätten sich zudem zahlreiche Attac-Aktivistinnen und -Aktivisten beteiligt. Pedram Shahyar gehöre zum Vorbereitungskreis der großen Demonstration am Sonntag in Berlin.

Auch bei der Attac-Sommerakademie vom 5. bis 9. August in Karlsruhe werde die gegenwärtige Situation im Iran – anders als von Spiegel-online suggeriert – Thema sein. Geplant seien unter anderem eine Veranstaltung mit dem iranisch-stämmigen 68er-Aktivisten Bahman Nirumand sowie Workshops zum Thema.“

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