Broder nicht mehr im Impressum

Henryk M. Broder steht derzeit nicht mehr im Impressum des Spiegel. Dort war der Autor, der vor allem seine beißenden Polemiken bekannt wurde, jedoch genauso auch hintergründige Reportagen schreibt, mehrmals und seit dem 24. April 2006 durchgehend als “Reporter” aufgeführt worden. Seit Ende Januar fehlt nun im Impressum der Name Broders – vielleicht hat er ja jetzt dem gedruckten Journalismus den Rücken gekehrt und veröffentlicht in Zukunft nur noch online. Zwar hatte Broder noch im Januar im Tagesspiegel befunden, das Internet mache doof, doch kurz darauf hatte er einen Preis als Online-Journalist des Jahres entgegengenommen, was von einer ganzen Reihe von Blogs aufmerksam registriert wurde. Der Spiegel wollte auf Anfrage von spiegelkritik.de keine Stellung zu der Änderung im Impressum nehmen. Broder selbst teilte mit: “Haben Sie sonst nix, womit Sie sich die Zeit vertreiben können?”

Korrektur: Broder steht doch noch im Impressum. Es wäre wohl besser gewesen, wir hätten auch ins Impressum geschaut, statt unserem elektronischen Archiv zu vertrauen. Wir bitten um Entschuldigung.

4 Antworten zu “Broder nicht mehr im Impressum

  1. Daniel sagt:

    Nicht mehr im Impressum, und fast wäre es übersehen worden. Dabei ist klar, was das zu bedeuten hat: es ist ein Akt von Anti-Semitismus und der Versuch, einen unbequemen Kritiker loszuwerden, ja mundtot zu machen.
    Dass sich Broder selbst dazu nicht äußern will, zeigt, dass es dem Spiegel gelungen ist, ihn zum Schweigen zu bringen. Wieder einer weniger, der aufsteht und die Stimme hebt. Wieder einer weniger, der um die wirklich wichtigen Werte wie Wahrheit weiß. Zum Weinen. Schweine. Schweine sind das.

  2. anaximander sagt:

    Wenn Broder im Impressum des Spiegels nicht mehr erwähnt ist, ist er “nur” noch freischaffender Journalist und Autor und dem Spiegel nicht mehr verpflichtet. – Warum versucht ihr nicht, ihn für eure Zwecke einzuspannen?

  3. Martin sagt:

    Die Ansichten Broders sind meist dümmlich und halten keiner tieferen Analyse stand . Wenn der Spiegel jetzt noch Steingart und Matussek rausschmeißt, dann könnts ja bald wieder bergauf gehen mit dem Spiegel.

  4. anaximander sagt:

    Respektlos, ist die Bezeichnung, die der Kommentar von Martin verdient. Vermutlich glänzt er nicht gerade mit Intellekt. Aber dafür kann der Martin ja nix

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