SPAM – Ein Ausfall mit Kollateralschaden

Spiegel-Online könnte Satire vertragen, dieser unserer Meinung schließt sich nun auch Martin Sonneborn von der SPAM-Abteilung bei Spiegel-Online an. In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau sagt er:

Für meinen Geschmack sind Satire und Berichterstattung noch viel zu klar getrennt. Ich hätte noch größeren Spaß, wenn die Dinge mehr vermischt würden, und die Leser mit Satire konfrontiert werden, ohne es vorher zu wissen. Das ist ja das Problem der Titanic: Sie rennt immer offene Scheunentore ein, weil sie Leute bedient, die genau das lesen wollen und geschult sind im Umgang mit Satire. Der Reiz an „Spam“ ist, dass Leute vor den Kopf gestoßen werden, die darauf gar nicht gefasst sind.

Dass er dies zur Zeit nicht darf, haben wir bereits bedauert. Dass er allerdings auch kaum noch Diskussionsvorlagen produziert, mit denen man einen Chefredakteur auf den Geschmack bringen könnte, ist eine aktuelle Klage.

Denn vieles, was SPAM präsentiert, ist allenfalls akzeptabler Käse, aber weit ab von der beanspruchten professionellen Satire.  Weiterlesen