Sprachliches Feuerwerk: „Die Illusion vom schnellen Krieg“

Lieber Herr Sick,

die Sonne, natürlich macht sie uns allen zu schaffen, wegen der Wärme hier in Hamburg und dort in Bint Dschbeil sowie überall wegen Ozon, Öl und Orkanen.
Aber als Sprachpfleger Deutschlands können Sie vielleicht auf Ihrem Feld das Schlimmste noch verhindern. Nehmen Sie sich doch z.B. mal Ihres radikal-evangelischen Predigers Alexander Schwabe an – bevor daraus ein viertes Buch werden muss. Oder anders herum: tunse doch bitte erstmal unser Deutsch retten, bevorse sich um Mallorcinisch kümmern.

Wie ist das mit der großen philosophischen Diskussion zwischen Sein und Haben?

…ein Teil der Verletzten und Toten sei auf offenem Feld gelegen…
Der Ort sei unter Raketen- und Granatbeschuss gelegen.

Kann man hier nicht was machen?

Das Ziel […] gestaltet sich als schwieriger als gedacht.

Wie ist das mit Indikativ und Konjunktiv bei Modalverben und wann haben wir Indirekte Rede?

Skeptiker fürchten, Syrien könne dies als Vorbereitung einer Offensive auch gegen Damaskus werten…

Was sind

Gotteskrieger

– und was halten Sie von der GfdS-Meinung dazu? Und woher stammt nochmal der Begriff

Heimatfront [?]

Was ist, rein ottonormalgraphisch, der Unterschied zwischen

Schwerverletzten

und

leicht Verletzten[?]

Erzählen einem Soldaten womöglich etwas vom Pferd, wenn sie in einer

mörderischen Schlacht

waren?

Und können Sie uns aufs Pferd helfen, wenn Bodentruppen erfolgreich aus der Luft durchschlagen?

Da der Einsatz von Bodentruppen immer relativ viele Verluste mit sich bringt, kritisieren Analysten die fehlende Durchschlagskraft der High-Tech-Waffen aus der Luft.

Herzlichen Dank.

5 Gedanken zu „Sprachliches Feuerwerk: „Die Illusion vom schnellen Krieg“

  1. Also nach Durchsicht der letzten zehn Meldungen/Einträge/Wasauchimmer bin ich für mich erneut zu folgender Feststellung gekommen:
    Diese Seite ist wie ein Autounfall – es ist schrecklich aber man kann auch nicht weggucken.

    Die Inhalte sind dünn, wirken verkrampft und hasserfüllt, sind sehr häufig beleidigend und in keiner Weise lustig – insbesondere wenn Letzteres augenscheinlich gewollt ist. Das ist insofern schade, als dass es tatsächlich genug Dinge gibt, die man am Spiegel kritisieren könnte. Allerdings würde das Arbeit machen, weil man nachrecherchieren müsste und der Spiegel wahrlich nicht so schlampig arbeitet (respektive überhaupt arbeitet) wie beispielsweise BILD. Als ich diesen Blog erstmalig sah, war ich voller Hoffnung. Mittlerweile hat sich das allerdings erledigt.

    Die meisten Dinge, die hier stehen, sollten eher als Hinweismails an den jeweiligen Autor von SpOn gehen. In der Art von „Du hast Dich da vertippt“. Das wäre hilfreich und hätte Stil. Dies hier scheint mir jedoch mehr in Richtung Profilierungswahn zu gehen.

    Wahrscheinlich sollte auch dieser Kommentar als Hinweismail an die Blogbetreiber gehen. Das hätte mehr Stil. Ich weiß auch gar nicht wirklich, warum ich ihn schreibe. Vielleicht eine Art Abschiedsbrief.

  2. wa willst du? der verlinkte artikel ist einfach nur eine katastrophe. sprachlich und damit auch inhaltlich. das steht hier – so wie ich es lese. oder checke ich was nicht? oder bist du ein spon-frosch?

  3. der unterschied zwischen diesem blog hier und BILDblog: der stefan niggemeier kritisiert pointiert und meistens zu recht die berichterstattung von BILD. da geht es aber um journalistisch fragwürdige dinge: zum beispiel verquickung von redaktioneller berichterstattung mit werbung, da werden angeklagte nicht anonymisiert, da wird mit paparazzi-fotos rufmord betrieben um nur mal ein paar beispiel zu nennen.

    DAS sind journalistisch fragwürdige praktiken. ABER: bei alledem sagt ein stefan niggemeier immer noch, dass er die BILD auf eine gewisse weise liebt.

    die weltverbesserer hier aber sind von irgendeinem diffusen hass auf den spiegel geleitet. da man dem spiegel aber in seinem journalistischen handwerkszeug kaum vorwürfe machen kann, geht es hier nur um tippfehler, modalverben und persönliche einschätzungen die jeder objektivität entbehren.

    traurig aber wahr.

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