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	<title>Kommentare zu: Gezieltes Schreiben</title>
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	<description>Medienblog für Medienreflexion</description>
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		<title>Von: Konkurrenzbeobachtung &#171; Revierflaneur</title>
		<link>http://spiegelkritik.de/2006/04/11/gezieltes-schreiben/comment-page-1/#comment-103530</link>
		<dc:creator>Konkurrenzbeobachtung &#171; Revierflaneur</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 13:18:18 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Jahren verbreitete er sich geradezu epidemisch, aber einen sehr frühen Beleg fand ich in einem Artikel des Weblogs SpiegelKritik vom 11. April 2006, der erklärt, „wie typische Spiegel-Geschichten [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Jahren verbreitete er sich geradezu epidemisch, aber einen sehr frühen Beleg fand ich in einem Artikel des Weblogs SpiegelKritik vom 11. April 2006, der erklärt, „wie typische Spiegel-Geschichten [...]</p>
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		<title>Von: hockeystick</title>
		<link>http://spiegelkritik.de/2006/04/11/gezieltes-schreiben/comment-page-1/#comment-71577</link>
		<dc:creator>hockeystick</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 09:07:24 +0000</pubDate>
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		<description>Manueller Trackback:

http://gesundheit.blogger.de/stories/1538450/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Manueller Trackback:</p>
<p><a href="http://gesundheit.blogger.de/stories/1538450/" rel="nofollow">http://gesundheit.blogger.de/stories/1538450/</a></p>
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		<title>Von: SpiegelKritik &#187; Blog Archive &#187; Korrektur</title>
		<link>http://spiegelkritik.de/2006/04/11/gezieltes-schreiben/comment-page-1/#comment-2526</link>
		<dc:creator>SpiegelKritik &#187; Blog Archive &#187; Korrektur</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Nov 2006 16:57:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://spiegelkritik.de/?p=20#comment-2526</guid>
		<description>[...] So, wie es der Spiegel auch schon in der Vergangenheit gemacht hat. Spiegelkritik.de hatte etwa &#252;ber den Fall von Renate Valtin berichtet. Der Spiegel hatte am 20. M&#228;rz in einer Geschichte &#252;ber das “freie Schreiben” berichtet - eine Methode, um Sch&#252;lern das Schreiben beizubringen - und dabei Valtin zitiert. Am 6. April ver&#246;ffentlichte Die Zeit einen Artikel dar&#252;ber, dass der Spiegel Valtin falsch zitiert hatte. Am 10. April ver&#246;ffentlichte der Spiegel dann vier Leserbriefe zu dem Artikel - der vorletzte stammte von Valtin, und darin stellte sie die Spiegel-Berichterstattung richtig. Gegen&#252;ber der Zeit hatte der Spiegel eingestanden, Valtin falsch zitiert zu haben - der Leserbrief blieb unkommentiert. F&#252;r den Spiegel-Leser, der nicht zugleich auch die Zeit gelesen hatte, blieb also unklar: Hatte der Spiegel Valtin wirklich falsch zitiert oder wollte diese einfach nur nicht mehr zu ihrem Zitat stehen? [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] So, wie es der Spiegel auch schon in der Vergangenheit gemacht hat. Spiegelkritik.de hatte etwa &#252;ber den Fall von Renate Valtin berichtet. Der Spiegel hatte am 20. M&#228;rz in einer Geschichte &#252;ber das “freie Schreiben” berichtet &#8211; eine Methode, um Sch&#252;lern das Schreiben beizubringen &#8211; und dabei Valtin zitiert. Am 6. April ver&#246;ffentlichte Die Zeit einen Artikel dar&#252;ber, dass der Spiegel Valtin falsch zitiert hatte. Am 10. April ver&#246;ffentlichte der Spiegel dann vier Leserbriefe zu dem Artikel &#8211; der vorletzte stammte von Valtin, und darin stellte sie die Spiegel-Berichterstattung richtig. Gegen&#252;ber der Zeit hatte der Spiegel eingestanden, Valtin falsch zitiert zu haben &#8211; der Leserbrief blieb unkommentiert. F&#252;r den Spiegel-Leser, der nicht zugleich auch die Zeit gelesen hatte, blieb also unklar: Hatte der Spiegel Valtin wirklich falsch zitiert oder wollte diese einfach nur nicht mehr zu ihrem Zitat stehen? [...]</p>
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		<title>Von: SpiegelKritik &#187; Blog Archive &#187; Korrektur</title>
		<link>http://spiegelkritik.de/2006/04/11/gezieltes-schreiben/comment-page-1/#comment-186</link>
		<dc:creator>SpiegelKritik &#187; Blog Archive &#187; Korrektur</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Jul 2006 06:56:47 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Zum Spiegelkritik.de-Beitrag Gezieltes Schreiben k&#246;nnte die Korrektur im Spiegel so aussehen: In der Ausgabe vom 20. M&#228;rz 2006 hatte DER SPIEGEL &#252;ber Schreibunterricht in der Grundschule berichtet und die Methode &#8220;freies Schreiben&#8221; vorgestellt. In dem Artikel stand, dass Renate Valentin, die Leiterin der Abteilung Grundschulp&#228;dagogik an der Humboldt-Uni Berlin, den Bildungssenator der Hauptstadt aufgefordert habe, das freie Schreiben in seinem Machtbereich zu unterbinden. Richtig ist, dass Renate Valentin das freie Schreiben in der richtigen Kombination mit anderen Methoden f&#252;r einen wichtigen Bestandteil des Erstunterrichts im Schriftspracherwerb h&#228;lt. Die Redaktion entschuldigt sich f&#252;r diesen Fehler. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Zum Spiegelkritik.de-Beitrag Gezieltes Schreiben k&#246;nnte die Korrektur im Spiegel so aussehen: In der Ausgabe vom 20. M&#228;rz 2006 hatte DER SPIEGEL &#252;ber Schreibunterricht in der Grundschule berichtet und die Methode &#8220;freies Schreiben&#8221; vorgestellt. In dem Artikel stand, dass Renate Valentin, die Leiterin der Abteilung Grundschulp&#228;dagogik an der Humboldt-Uni Berlin, den Bildungssenator der Hauptstadt aufgefordert habe, das freie Schreiben in seinem Machtbereich zu unterbinden. Richtig ist, dass Renate Valentin das freie Schreiben in der richtigen Kombination mit anderen Methoden f&#252;r einen wichtigen Bestandteil des Erstunterrichts im Schriftspracherwerb h&#228;lt. Die Redaktion entschuldigt sich f&#252;r diesen Fehler. [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: sebastian</title>
		<link>http://spiegelkritik.de/2006/04/11/gezieltes-schreiben/comment-page-1/#comment-29</link>
		<dc:creator>sebastian</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 May 2006 10:15:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://spiegelkritik.de/?p=20#comment-29</guid>
		<description>Hallo Ulf,

ich sehe das wie Du, dass es grundsätzlich legitim ist, einen Magazin-Artikel wie eine Geschichte zu schreiben und dort Einzelfall, Nachrichten und Meinung zu vermischen. Mein Kritikpunkt an dieser Stelle war, dass dabei Fakten zurechtgebogen werden. Darüber hinaus habe ich noch einen anderen Kritikpunkt: Wenn man sich darauf beschränkt, seine Inhalte als Geschichten zu erzählen, dann fallen die Inhalte weg, die eigentlich wichtig sind, aber sich kaum als Geschichte erzählen lassen. Die Form begünstigt damit bestimmte Inhalte. Artikel, die sich gut personalisieren lassen, haben es dann leichter, ins Blatt zu kommen, als ein Stück über die - sagen wir - Föderalismusreform. Und wenn ein Stück über die Föderalismusreform ins Blatt kommt, dann ist die Leitfrage des Autors nicht: Was ändert die Reform für die Menschen im Land, ist es eine sinnvolle Reform? Sondern: Wer hat sich bei der Reform durchsetzen können, wer ist Gewinner und wer ist Verlierer?

Ich finde: Die erste Frage wäre die wichtigere. Doch die zweite ist die, die sich leichter als Geschichte erzählen lässt.

Schöne Grüße
Sebastian</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Ulf,</p>
<p>ich sehe das wie Du, dass es grundsätzlich legitim ist, einen Magazin-Artikel wie eine Geschichte zu schreiben und dort Einzelfall, Nachrichten und Meinung zu vermischen. Mein Kritikpunkt an dieser Stelle war, dass dabei Fakten zurechtgebogen werden. Darüber hinaus habe ich noch einen anderen Kritikpunkt: Wenn man sich darauf beschränkt, seine Inhalte als Geschichten zu erzählen, dann fallen die Inhalte weg, die eigentlich wichtig sind, aber sich kaum als Geschichte erzählen lassen. Die Form begünstigt damit bestimmte Inhalte. Artikel, die sich gut personalisieren lassen, haben es dann leichter, ins Blatt zu kommen, als ein Stück über die &#8211; sagen wir &#8211; Föderalismusreform. Und wenn ein Stück über die Föderalismusreform ins Blatt kommt, dann ist die Leitfrage des Autors nicht: Was ändert die Reform für die Menschen im Land, ist es eine sinnvolle Reform? Sondern: Wer hat sich bei der Reform durchsetzen können, wer ist Gewinner und wer ist Verlierer?</p>
<p>Ich finde: Die erste Frage wäre die wichtigere. Doch die zweite ist die, die sich leichter als Geschichte erzählen lässt.</p>
<p>Schöne Grüße<br />
Sebastian</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ulf J. Froitzheim</title>
		<link>http://spiegelkritik.de/2006/04/11/gezieltes-schreiben/comment-page-1/#comment-18</link>
		<dc:creator>Ulf J. Froitzheim</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 May 2006 21:03:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://spiegelkritik.de/?p=20#comment-18</guid>
		<description>Das Strickmuster für die idealtypische Spiegel-Story mit szenischem Einstieg, Portal und &quot;Beleg&quot; einer These ist seit ewigen Zeiten bekannt. Nur ist es längst kein Spiegel-Phänomen mehr: Die Methode wird an Journalistenschulen gelehrt, sie ist zum Beispiel auch in Wirtschaftsmagazinen Standard. 
Solange man als Journalist gewissenhaft mit diesem Handwerkszeug umgeht, ist es aber überhaupt nicht problematisch: Man darf es eben nur anwenden, wenn die These tatsächlich durch handfeste Recherchen untermauert ist und sich beim besten Willen nicht falsifizieren lässt. Erfahrungswissen ist, dass sich so gestrickte Storys am besten verkaufen lassen, offenbar weil sie Erzählstrukturen aufnehmen, die dem Leser vertraut sind: Menschen unterhalten sich am liebsten über &quot;Aufreger&quot; und Skandälchen. Eine Einerseits-Andererseits-Abwägung mit wissenschaftlichem Anspruch erreicht kein breites Publikum, sie gilt als langweilig.
Das Problem, dass Journalisten sich ihre schöne These nicht kaputtrecherchieren wollen und darum einseitig und tendenziös ans Thema herangehen, hat übrigens nichts mit dem Spiegel-Stil zu tun. Das findet sich in sämtlichen Stilformen, die die Zunft kennt. 
Was die Trennung zwischen Nachricht und Kommentar betrifft: So naiv sind doch die Spiegel-Leser nicht, dass sie das Heft für ein &quot;Nachrichten&quot;-Magazin halten würden. Solche Blätter haben einen Standpunkt, von dem aus sie schreiben, und der ist normalerweise bekannt. Das gilt genauso fürs Fernsehen. Wie gewaltsam da manchmal die Wahrheit zurechtgebogen wird, kann man gelegentlich von Insidern lernen, die aus der Schule plaudern, etwa in Seminaren für potenzielle &quot;Recherche&quot;-Opfer.
  Link zum Thema:
  http://tinyurl.com/og9jm
Bedenklich ist es, wenn auch Tageszeitungen nicht mehr Kommentar und Nachricht trennen - was derzeit der eigentliche Trend zu sein scheint. Bei ihnen erwartet man kurze, klare, knappe Fakten - beim Spiegel die Analyse und Einordnung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Strickmuster für die idealtypische Spiegel-Story mit szenischem Einstieg, Portal und &#8220;Beleg&#8221; einer These ist seit ewigen Zeiten bekannt. Nur ist es längst kein Spiegel-Phänomen mehr: Die Methode wird an Journalistenschulen gelehrt, sie ist zum Beispiel auch in Wirtschaftsmagazinen Standard.<br />
Solange man als Journalist gewissenhaft mit diesem Handwerkszeug umgeht, ist es aber überhaupt nicht problematisch: Man darf es eben nur anwenden, wenn die These tatsächlich durch handfeste Recherchen untermauert ist und sich beim besten Willen nicht falsifizieren lässt. Erfahrungswissen ist, dass sich so gestrickte Storys am besten verkaufen lassen, offenbar weil sie Erzählstrukturen aufnehmen, die dem Leser vertraut sind: Menschen unterhalten sich am liebsten über &#8220;Aufreger&#8221; und Skandälchen. Eine Einerseits-Andererseits-Abwägung mit wissenschaftlichem Anspruch erreicht kein breites Publikum, sie gilt als langweilig.<br />
Das Problem, dass Journalisten sich ihre schöne These nicht kaputtrecherchieren wollen und darum einseitig und tendenziös ans Thema herangehen, hat übrigens nichts mit dem Spiegel-Stil zu tun. Das findet sich in sämtlichen Stilformen, die die Zunft kennt.<br />
Was die Trennung zwischen Nachricht und Kommentar betrifft: So naiv sind doch die Spiegel-Leser nicht, dass sie das Heft für ein &#8220;Nachrichten&#8221;-Magazin halten würden. Solche Blätter haben einen Standpunkt, von dem aus sie schreiben, und der ist normalerweise bekannt. Das gilt genauso fürs Fernsehen. Wie gewaltsam da manchmal die Wahrheit zurechtgebogen wird, kann man gelegentlich von Insidern lernen, die aus der Schule plaudern, etwa in Seminaren für potenzielle &#8220;Recherche&#8221;-Opfer.<br />
  Link zum Thema:<br />
  <a href="http://tinyurl.com/og9jm" rel="nofollow">http://tinyurl.com/og9jm</a><br />
Bedenklich ist es, wenn auch Tageszeitungen nicht mehr Kommentar und Nachricht trennen &#8211; was derzeit der eigentliche Trend zu sein scheint. Bei ihnen erwartet man kurze, klare, knappe Fakten &#8211; beim Spiegel die Analyse und Einordnung.</p>
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