Der dito-Spam

20. Juli 2014

Facebook-Beiträge deutschsprachiger Medien werden seit einigen Stunden mit einem standardisierten Protesttext konfrontiert:

Ich spreche mich hiermit gegen die Pro-israelische Berichterstattung deutscher Medien aus. Ich spreche mich hiermit gegen die Verharmlosung des Genozids an den Palästinensern aus… (Forts. unten *)

Die Redaktion von Süddeutsche.de hält diese Copy&Paste Kommentare schlicht für Spam:

sz-spammingMan mag es in der Tat etwas nervig finden, wenn sich plötzlich unter allen möglichen, thematisch weit entfernten Artikeln der immer gleiche Kommentartext findet**? Aber: ist das nicht die typische Form von Massenprotest (und nach Spam-Bots sieht es nicht aus)? Auch wenn dieser Protest “gesteuert” ist (Campaigner würden wohl von “initiiert” sprechen) und die meisten Poster die deutschsprachige Berichterstattung wohl gar nicht kennen. (Kampagnenbild;

Es ist die digitale Form der “Protestpostkarte”, die sonst sackweise im Kanzleramt und bei anderen Macht- oder Konzernzentralen eingeht.

Die Süddeutsche Zeitung vermisst die “inhaltliche Auseinandersetzung”. Nun, die will man bei solchen Protestaktionen doch nun tatsächlich nicht individuell führen. Ob Breife zur Freilassung politischer Gefangener (mit vorgegebenem Text von amnesty international) oder ein Protestklick bei einer campact-Aktion: wer da mitmacht, zeigt auf einfache, schnelle Art und Weise seine Meinung.
Verbannen (verbergen) kann man die Kommentare gerechtfertigter Weise überall dort, wo sie gar nicht zum Thema passen (der Aufruf taucht auch bei Coca Cola und vielen anderen auf), – weil es genügend passende Anknüpfungsartikel gibt. Aber neben sicherlich vielen Fake-Accounts, die da augenblicklich “kommentieren” schließen sich ganz offensichtlich auch reale Menschen dem Protest an. Das sollte man nicht einfach gedanklich blocken.

Über die Einseitigkeit der deutschen Berichterstattung zum neuen Krieg in Gaza mag man streiten. Was aber unstreitig sein dürfte: dass es den kommerziellen = professionellen Medien in den letzten Jahrzehnten nicht gelungen ist, über den Grundkonflikt so zu informieren, dass man nicht bei jeder Gelegenheit wieder alles neu durchkauen müsste, als gäbe es den Israelisch-Palästinensichen-Konflikt erst seit drei Tagen. Dass man in jeder Debatte die gesamte Bandbreite von Meinungen dazu antrifft zeugt wenig von der ewig beschworenen “Orientierungsleistung” der Medien. Und manches, was sie publizieren, wirkt auch eher orientierungslos. So wie der (augenblickliche) Ärger der SZ-Leute.

*=Der vollständige Protesttext:

“Ich spreche mich hiermit gegen die Pro-israelische Berichterstattung deutscher Medien aus.
Ich spreche mich hiermit gegen die Verharmlosung des Genozids an den Palästinensern aus.
Fakten und Beiweise hierzu, werden von den Medien bewusst unter den Tisch gekehrt. Ohne Erfolg.
Israel hat erneut Phosphorbomben eingesetzt.
Der Einsatz von Brandwaffen gegen Zivilpersonen bzw. in einer Art und Weise, in der es leicht zu sogenannten “Kollateralschäden“ kommen kann, ist entsprechend den Zusatzprotokollen von 1977 zu den Genfer Abkommen von 1949 verboten.
Diese Protokolle hat Israel NICHT unterzeichnet. Warum nicht?!
Israel verstößt somit auch gegen die Chemiewaffenkonvention.
Ich fordere die Medien und die deutsche Regierung auf, nicht länger in MEINEM NAMEN zu sprechen.
Ich teile nicht die Ansicht der Bundesregierung, dass Israel sich bloß “verteidige”.
Ich spreche mich ganz klar gegen diese Lüge aus.
Ich lasse mich nicht länger manipulieren und zum Narren halten.
Ich bin aufgewacht und euer Plan fruchtet nun nicht mehr.”

**= Man nennt es wohl auch Flashmob
spam-oder-flashmob

Updates:

tagesschau.de sieht es wie sueddeutsche.de auf Facebook (Sonntag, 23 Uhr):
spam-nahost-tagesschau

Eppendorfer Mindestlohn

15. Juni 2014

spiegel-mindestlohn-angemessen

Einen Artikel von Josh Groeneveld und Paul Middelhoff über den Mindestlohn leitet der Spiegel (24/2014, S. 30) so ein:

“Der geplante Mindestlohn zwingt Theater, Verlage und Musiklabels, Praktikanten angemessen zu bezahlen. Viele halten das für nicht finanzierbar.”

 

Nur eine Korinthe? Eine sprachliche Ungenauigkeit? Oder wieder mal das Eppendorf-Syndrom?

Mit dem geplanten Gesetz wird ja gerade keine “angemessene” Vergütung festgelegt, sondern eine Vergütungspflicht mit Untergrenze. Wenn Firmen, auch im kulturellen Bereich, eine angemessene Vergütung für nicht bezahlbar hielten, dass gäbe es dort tatsächlich ein Problem. Gibt es vermutlich auch – aber nicht beim Mindestlohn für Praktikanten.

Der Artikel selbst nennt dann ja auch Argumente, die eine deutlich geringere oder auch gar keine Vergütung von Praktikanten für angemessen halten.

Was ist angemessen? Für unser Journalistenbüro, das über viele Jahr Studierenden Praktika von meist zwei Monaten Dauer angeboten hat, ergäben sich reine Lohnkosten von 2720 EUR. Hinzu kommt die meist recht aufwendige Betreuung, das Erläutern von journalistischen Abläufen, das gemeinsame Planen von Recherchen, die Textbesprechungen etc. – oder auch einfach nur der nette Plausch, der aber leider vom Erwirtschaften abhält. Den Stundensatz des Praktikumsbetreuers wird man wohl deutlich über dem Mindestlohn ansetzen dürfen, und wenn wir dafür mal nur 40 EUR pro Stunde bei durchschnittlich sicherlich einer Stunde Betreuungsaufwand täglich einsetzen, kostet ein achtwöchiges Praktikum schon 4320 EUR, ohne Abgaben, ohne Kostenbeitrag zur Infrastruktur – und ohne Krankentage.

Wir haben Praktikanten immer in Projekte eingebunden, aber bei keinem – ob Auftragsartikel, Internetprotal, Zeitschrift oder Buch – sind jemals durch Praktikanten Beiträge oder Dienstleistungen entstanden, die auch nur im Ansatz diesen Betrag eingebracht hätten – was angesichts der realen Einkommensverhältnisse freier Journalisten auch nicht verwunderlich sein dürfte. Dass wir nicht “angemessen” bezahlen wollen, ist eine böse Unterstellung.

 

Krautreporter

13. Juni 2014

Sie schaffen es ja jetzt wohl (doch), die “Krautreporter”. Aber eine der Fragen, die man da stellen muss: Warum ist es so knapp? Sie wollten nur 15.000 Abonnenten, und sie wurden von einer unglaublichen Medienaufmerksamkeit unterstützt. Beschallung, Bedruckung und Verbytung auf allen Kanälen quasi – und dann nur 15.000 Menschen, die es interessiert? Was sagt das über den Journalismus? Wir sammeln Beiträge dazu, einstweilen: Die Überaufklärer.

Reaktion Rainer Stadler  (NZZ):  “Ich befürchte allerdings, dass die Initianten den Aufwand unterschätzen, der nötig ist, um ein gut gemachtes digitales Hintergrundmagazin zu realisieren. [...] Hier entsteht weiterer Journalismus im Dauerprovisorium. Das ist allerdings durchaus zeitgemäss. Denn das Internet hat ziemlich alle alten Sicherheiten zertrümmert.”

Selbstkritik Carolin Ströbele und Kai Biermann (Zeit.de): “Die Krautreporter nun haben diese Kräfteverteilung ein wenig aus dem Lot gebracht. Auf einmal steht dort eine Reihe von selbstbewussten Autorinnen und Autoren, die sagen: Meine Arbeit ist etwas wert. ”

Kommentar Roland Pimpl (Horizont): “Was würde zu diesem Getöse der Medien wohl Krautreporter Stefan Niggemeier sagen, bekanntlich der Erfinder und Linienrichter des reinen, des wahren Journalismus, wenn seine geliebten Massen- und Fachmedien dieses Bohei etwa um einen Schokoriegel in der Pre-Launch-Phase getrieben hätten? Aber, Journalisten schreiben nun mal mit am liebsten über Journalismus – und das haben die Krautreporter mit Bravour ausgenutzt. ”

Kritik Patrick Gensing (tagesschau.de): Wer sich die Mühe macht, wird weitere Geldgeber finden, die 20.000 oder 10.000 Euro in die Krautreporter investierten. Wer das ist, bleibt unklar. Daraus ergibt sich aber, dass es bislang weniger als 15.000 reale Unterstützer gibt, aber mehr als 16.000 Mitgliedschaften verkauft wurden.

Übellaunig zeigt sich Christoph Kappes (carta): “Informationswege sind unsere Informationsallmende. [...]  und es ist nicht weit bis zum distinguierten Vorwurf “digitaler Bettelei”. Trotzdem sollten informationsökologische Kosten eigener Handlungen der Allgemeinheit nur in Grenzen aufgelastet werden, ganz wie im Umweltschutz. Die Regel „Mehr Geld durch mehr Getöse“ halte ich jedenfalls für asozial.

 

Ausländerfeinde mit Abitur

08. Juni 2014

“Korinthen” sind bei uns dem Spiegel vorbehalten, aber an diesem klassischen Patzer konnten wir nicht vorbeisehen.  Bei Cicero lesen wir:

cicero-auslaenderfeindlichkeit

6,8% der Ausländerfeinde haben Abitur, 20,8% hingegen haben kein  Abitur. Und die restlichen 72,4%? In der entsprechenden Studie der Universität Leipzig steht denn auch etwas anderes:

Auslaenderfeindlichkeit-Studie-LeipzigDas ist natürlich etwas ganz anderes. 6,8% der befragten Menschen mit Abitur haben (nach Definition der Studie) ausländerfeindliche Einstellungen.

 

 

Wie groß ist der Einfluss der Politik auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk?

19. Mai 2014

SPIEGEL wirbt weiter für Klamauk-Partei

16. Mai 2014

Sonneborn ist klug, Sonneborn kann satirisch sein, Sonneborn ist der langweiligste Politik-Kabarettist Deutschlands. So. Nachdem wir ihn mit dem K-Wort maximal beleidigt haben dürften (wobei: vielleicht ) die Frage ans Publikum:

Könnte es sein, dass angesichts der tatsächlich möglichen Finanzgeschäfte Sonneborns Partei (sorry, für ihn natürlich mit extra Apostroph: Sonneborn’s) nicht mehr ganz so ungestüm auf Spiegel.de für sich werben dürfen sollte? Denn ganz gleich, welches Kasperle-Theater er oder seine Getreuen mit Abgeordnetenmandat und Vergütung machen wollen – diese Ressourcen stehen dann anderen Komikern nicht mehr zur Verfügung.

Weder der Spiegel-Verlag noch eine der Parteien wollte sich dazu zeitnah äußern.

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Davon ganz ab ist es aber schon traurig zu sehen, wie der Partei-Klamauk Satire entpolitisiert hat. Als Sonneborn und Konsorten vor 10 Jahren mit ihrer Idee loslegten, konnte man das noch als Frontalkritik am Parteienwahnsinn verstehen: Inhaltsleere, Karrieregeilheit, Medieninszenierungen, Führer- und Untergebenenstrukturen…

Aber heute, da Martin Sonneborn eben unter anderem bei Spiegel.de volles Rohr seine Parteienkomödie spielen darf, während der Rest der Nachrichtenwebsite ungerührt weiter der Politiker Speichel leckt und jedwede “Systemkritik” in bester Nachäffung der namengebenden Zeitschrift ignoriert, wird wohl niemand mehr politische Satire in der Spam-Partei sehen können. Es ist Klamauk, eben gerade nicht ernst zu nehmen: lustig, lustig, trallallallala.
Allein für den Dusseljournalismus  ist zu wünschen, dass Sonneborn durch wundersame Fügung (oder gerne auch wieder mal: Bestechung) die nötigen Stimmen bekommt (gut, bei der letzten Bundestagswahl waren es nur 39.388, also deutlich weniger als Käufer der Illustrierten “Titanic”), um ins Europaparlament einzuziehen. Nicht nur die BILD wird sich dann ganz furchtbar aufregen über diesen Missbrauch demokratischer Rechte, die Verhohnepipelung eines Parlaments (oder einer Quatschbude, je nach Stimmungslage), die Verschwendung von Steuergeldern…

Update 26. Mai 2014:
Wir hatten die Pressesprecher der Parteien CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke, Piraten und AfD dazu befragt, was sie von dieser satirischen Werbung für eine reale Satirepartei halten. Die FDP teilte nach 5 Tagen mit: “Die FDP konzentriert sich auf ihren Wahlkampfendspurt und wird dazu deshalb keine Stellungnahme abgeben.” Die andeeren Parteien machten das offenbar ebenso – ohne es mitzuteilen.

Spiegel.de bezeichnete am Tag vor der Wahl “Die PARTEI” noch als Spaß. Sechs Stunden nach der Wahl heißt es bei der tagesschau.de: “Es ist zwar knapp – aber nach jetzigem Stand der Hochrechnung von infratest dimap könnte die politsatirische “Die Partei” von Frontmann Martin Sonneborn ins Parlament mit einem Sitz einziehen.”

 

Online-Abos für Kleinmagazine

13. Mai 2014

Krautreporter: Der Ansatz ist überraschend wenig originell. Journalisten und Autoren wollen sich von Lesern per Abo bezahlen lassen – und deshalb auf Werbung und Verlag etc. verzichten. Dazu gab es nun schon zig Versuche, sprich vor allem: Bezahlmodelle. Im Kern unterscheidet sich das Projekt gar nicht von dem, was Verlage machen: Sie sammeln Content-Lieferanten in solcher Zahl und Qualität, dass sie sich als Paket unter einer Marke verkaufen lassen. Das ist entweder Mainstream (Publikumspresse) oder Special Interest (Fachpresse). Auch bei diesem Modell hat der einzelne kleine, feine Beitrag keine Chance, die abweichende Meinung ist natürlich nicht gefragt (weil sie die Kunden eben nicht haben wollen), und es ist nur Platz für einige wenige Medien dieser Art (weil es keine regionale Begrenzung gibt und das Internet Monopole fördert). Damit ist die Idee von Krautreporter nicht schlecht – sie ist nur einfach nicht originell. Eher elitär. Aber das braucht’s ja auch im Wischiwaschinetz.

Mehr Notizen zu Informationsflut, Lewitscharoff und Google’s Löschpflicht bei Tg.

Biopsie-Befund: Eppendorf-Syndrom

04. Mai 2014

Politikjournalisten leben in einem Paralleluniversum: im Gegensatz zu fast allen anderen Menschen haben sie täglich mit Politikern und deren nachgeordnetem Gezumsel zu tun, sie bearbeiten fast nur Themen,die ihnen Politiker vorgeben, sie denken in den Mustern und Kategorien von Berufspolitikern, sie sehen Politik praktisch immer durch die Brille der Politiker. Auch die Welt mancher Wirtschaftsjournalisten muss eine eigene sein, deren Sprache an keiner Schule gelehrt wird. Und während sich Sportjournalisten vermutlich am Stammtisch, dem Journalistensinnbild gemeinen Volkes schlechthin, bestens schlagen können, sind Kulturjournalisten unserem Diesseits komplett entrückt.

 Stefan Willeke, Ressortleiter Dossier bei der ZEIT, nennt das freimütig – aber auch etwas verharmlosend – das „Eppendorf-Syndrom“:

„Natürlich stammt kaum jemand von uns aus einer Hartz-IV-Familie. Natürlich leben wir viel zu oft in denselben bürgerlichen Stadtteilen derselben Großstädte, in Berlin-Prenzlauer Berg oder in Hamburg-Eppendorf. Altbau, hohe Decken, Fischgrätparkett.” Und natürlich tendierten “die Journalisten der großen Zeitungen [...] stärker zum rot-grünen Milieu [...] als die meisten Wähler.”

Noch deutlicher macht Willeke sein Eppendorf-Syndrom allerdings mit seiner monströs vorgetragenen ZEIT-Arroganz: „wir, die Journalisten meinungsbildender Blätter“ schreibt er über sich, während er sein Haupt schüttelt über den von ihm recherchestark besuchten Pöbel, dessen Meinung die ZEIT bisher noch nicht zu seiner Zufriedenheit bilden konnte.
Und so interpretiert er aus seinem Paralleluniversum diese komischen Menschen, die er quer durch Deutschland besucht hat.

„Eine deutsche Präzisionsarbeit ist das, die Transformation von Angst in Wut. [...] Wahrscheinlich hat sich der Wutbürger in einen Wutleser verwandelt. Politisch kann es jetzt um alles gehen, das von der hergebrachten Normalität abweicht. Und es kann zugleich gegen alle gehen, die Verschiedenheit zulassen.“

Verschiedenheit ist hier natürlich immer die Verschiedenheit der Gleichen, die Verschiedenheit derer, die mit unter der politischen Dunstglocke sitzen.

Stefan Kuzmany, Kulturredakteur im Berliner Büro von SPIEGEL ONLINE, lebt sein Eppendorf-Syndrom an Burger-King-Darmbakterien für Proleten aus. In einer Rezension der RTL-Sendung „Team Wallraff – Reporter undercover“ vom 28. April 2014 überlegt er kurz öffentlich, ob er als Fernsehkritiker die dramatisierende Aufmachung bemäkeln sollte, die Musik, die Floskeln, die unnötigen Inszenierungen, die einfältigen Recherchetipps des großen Enthüllers Günter Wallraff („Eigentlich fehlt nur noch, dass Wallraff sich bei seinen Eingebungen die Nase reibt wie Wickie, das superschlaue Besserwisserkind“). Doch er entschließt sich, heute mal auf Kritik zu verzichten angesichts der Ekelzustände bei Burger King – der Aufklärung der Unterschicht zuliebe:
„Setzt man voraus, dass Fast-Food-Kunden auch RTL-Kunden sind, ist es möglicherweise sogar zwingend notwendig, die eigentlich für sich selbst sprechenden Fakten publikumsgerecht auszuschmücken, damit die Zielgruppe dranbleibt – und vielleicht demnächst den Yildiz-Filialen fern.“

Im FAZ-Feuilleton lässt uns Christian Metz mit einem Blick auf David Fincks Roman „Das Versteck“ etwas von seinem Paralleluniversum erahnen:

„Bernhard und Gabriele, die Perspektivfiguren des Romans, sind ein Allerweltspaar. Er arbeitet als Anwalt in einer kleinen Kanzlei, sie als Architektin in einem Büro.“

Mal so gucken

04. Mai 2014

Spiegelkritik gibt es jetzt auch schon seit acht Jahren… Auch wenn sich in letzter Zeit wenig hier tut (zwischendurch war der Server auch ganz weg…) gibt es doch einige Texte, die unserer Ansicht nach lesenswert sind. Auf ein paar davon haben wir im “Über uns” hingewiesen.

Was sich beim SPIEGEL so tut

03. Mai 2014

* Blattreform: optisch und meinungsmäßig (feste Kolumnisten statt Vielfalt, Sonneborn statt Satire)
Blattkritik DWDL: in der Summe gelungen
Blattkritik Tagesspiegel: Gesamtkunstwerk
Blattkritik Horizont: Leitartikel, Luftigkeit – und keine Satire
Blattkritik Süddeutsche: Renoviert
* Meedia-Chefredakteur Stefan Winterbauer lobt das neue digitale Storytelling bei Spiegel(online).
* Der letzte Titel “Krieg in Europa?” bekommt – natürlich – Kritik von links.
* Stefan Niggemeier über Werbung bei Spiegel.de, die wie redaktioneller Content daherkommt (mit Zugaben 1 und 2)

Und wo wir schon beim SPIEGEL sind: Was uns die verfilmte Spiegel-Affäre über die Bundesrepublik der 60er Jahre sagt – ZEIT.

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